Animalprint - Herbststyle mit Leoschal und welchen Luxus ich mir sonst noch so gönne.


Es gibt Dinge, die finde ich bei anderen immer ganz toll. Trotzdem trage ich diese Sachen nicht oder nur in sehr dezenter Ausführung. Animal Print gehört dazu. Es gibt in meinem gesamten Fundus lediglich einen Schal im Leo - Look. Mein einziges Stück in Animal Print. Dieser Schal ist mir vor 4 Jahren zugelaufen. Weil mir der Style mit Animal Print in dieser Zeit sehr gut gefallen hatte. Allerdings wusste ich gleich, Schuhe oder Kleidungsstücke im Animal - Design werde ich nicht so oft tragen. Der Schal war da für mich die sinnvolle Alternative. Der Preis war überschaubar. Außerdem nimmt ein Accessoire selten den ganzen Raum für sich ein, so dass der Leo - Print nicht übermächtig ist.




In der letzten Herbstsaison musste der Leo im Schrank bleiben aber jetzt habe ich die Katze noch mal aus dem Sack gelassen.
Leo - Print kombiniere ich meist zu braun. Dabei habe ich dann gerne ein dezentes Outfit. Dann kann der Schal wirken und ist doch nicht "too much". Wie ich schon erwähnte, zuviel Leo ist einfach nichts für mich.


Braun ist, ähnlich wie Weinrot, für mich eine Farbe, die ich in jedem Herbst aus dem Schrank zaubere. Dazu dann eine dunklere Jeans und fertig ist der unkomplizierte Herbstlook. Und durch andersfarbige Tücher wirkt der Look dann gerne mal anders.

Und was ist an diesem Outfit so luxuriös? Eine Designer - Tasche, eine aufwendige Gesichtsbehandlung, Schmuck.....??????


Nichts von alle dem: Mein Luxus heißt "Zeit für mich selbst". Und damit meine ich wirklich nur für mich. Nicht die Zeit zwischen zwei Terminen von meiner jüngsten Tochter (die Große ist inzwischen motorisiert - ein Segen bei der Zuganbindung). Auch nicht die Zeit, die sich plötzlich ergibt, wenn ich gerade nicht gebraucht werde. Sondern Zeit, die ich mir ganz bewusst für mich selbst nehme. Wo ich etwas nur für mich mache, in Ruhe, ohne Störung, ohne Handy.....

Warum das für mich so ein Luxus bedeutet, können viele von euch sicher auch ohne große Erklärung verstehen. Einige Jahre habe ich mit Vollzeitjob und zwei kleinen Kindern zeittechnisch am Limit gelebt. Denn natürlich sollte alles perfekt sein. 100 % als Führungskraft im Büro, 100 % als Mutter. Früh los, damit ich zum gemeinsamen Abendessen zu Hause war. Elternabende, Turnfeste, Geburtstagspartys und Taxidienst inklusive. Machten die anderen schließlich auch, allerdings meist nicht mit dem Stellenumfang. Aber gut, der Druck kam nicht alleine von außen. Den meisten Stress habe ich mir selbst gemacht. Ich war zum Glück nicht ganz alleine, unsere Au-pairs haben das erst möglich gemacht. Darüber bin ich heute noch froh, auch wenn eine zusätzlich, zunächst fremde Person im Haushalt erst einmal weiteren Stress für alle Beteiligten bedeutet. Das Positive hat fast immer überwogen. 


Aber Zeit für mich, die blieb irgendwie nie. Das heißt, natürlich hatte ich Zeit, um mit meinem Lieblingsmann abends zusammenzusitzen oder mir eine kurze Auszeit bei einer Kosmetikerin zu nehmen. Aber so wirklich Zeit für mich - ohne schlechtes Gewissen, ohne irgendwas erledigen zu müssen. Die war selten vorhanden.
Und dann hörte ich auf der Fahrt nach Hause in einer Radiosendung von der Möglichkeit, ein Wochenende im Kloster zu verbringen. Kein Telefon, kein Lärm, kein Mensch, der etwas von einem will.....Und ich wusste, da will ich hin. Nichts klang in dem Moment so verlockend wie zwei Tage völlige Ruhe und Abgeschiedenheit.

Dazu muss man wissen, ich bin ein eher kommunikativer Mensch. Ich halte es gut mit mir alleine aus, aber ich mag auch gerne die Gesellschaft von anderen. Lachen, sprechen, Spaß haben....all das sind für mich unverzichtbare Elemente meines Lebens. Ich bin kein Feiermeier aber eben auch kein Einsiedler. Trotzdem war nichts so erstrebenswert in dem Moment, als einfach mal für keinen da sein, von niemanden "gestört" zu werden und in mich zu gehen.

Das Wochenende im Kloster habe ich nie verwirklicht. Aber mir wurde bewusst, wie sehr ich mich selbst bei all dem Drumherum verloren habe. Und das bei allem Termindruck auch ich noch Zeit für mich brauche. Ich rede hier jetzt nicht vom Wellness - Wochenende mit all - in. Sondern einfach davon, Zeit mit mir selbst verbringen zu dürfen. Bei einem Spaziergang, indem ich ungestört Musik genießen kann oder einfach einen kleine Ausflug mache. 


Heute haben mir diese kleine Auszeiten fest eingebaut. Dabei hilft es natürlich sehr, dass sich mein Leben sehr verändert hat. Die Kinder sind heute älter und damit verständiger, mein Zeitfenster für Freizeit größer, der Job nach dem Umzug Geschichte und meinen Anspruch an die perfekte Mutter und Hausfrau habe ich auch begraben. Die Wäsche liegt etwas länger ungewaschen im Keller? Nicht schön, aber die Welt wird davon nicht untergehen. Außerdem wird sich auch voraussichtlich niemand darum kümmern, sprich, sie wird auch 2 Tage später noch an Ort und Stelle sein :)

Und ich habe eindeutig gewonnen. An Ruhe und Gelassenheit. Außerdem habe ich mich selbst wiedergefunden. Als Menschen, der auch ein Recht darauf hat, gelegentlich nur an sich selbst zu denken.

Habt ihr sie auch fest eingebaut, die Momente der Ruhe oder habt ihr eher das Gefühl, ihr rauscht mit Vollgas durch euer Leben?

(Hose:Tommy Hilfinger/ Pullover: H&M/ Tasche: Esprit/ Schuhe: Tamaris)

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Meinen Schal habe ich irgendwo in Norddeutschland gekauft, eine Alternative gibt es von Pieces über zalando.de

Kommentare

  1. Guten Morgen! Das ist wirklich ein großer Luxus, und den sollten wir uns gönnen :)
    Braun steht dir ebenso gut wie Weinrot und Rot. Ich liebe das Armband, wie hübsch das getragen aussieht <3

    Schönen Sonntag zu dir!

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    1. Nicht war, ein unbezahlbarer Luxus :)

      Ja, das Armband. Trage ich leider viel zu selten.

      Liebe Grüße
      Andrea

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  2. Toller Leoschal. Macht so ein Jeansoutfit schon interessant. Ja den kleine Auszeitluxus gönne ich mir auch. Und ehrlich ich brauch das mittlerweile auch. Ich glaube "rasen" kann man nicht ewig.
    Wünsche einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Stimmt, irgendwann sollten wir dann doch den Fuß vom Gas nehmen.

      Dir auch einen tollen Sonntag und liebe Grüße
      Andrea

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  3. Steht Dir gut.
    Aber ich verstehe Dich.
    So sehr ich auch Keith in seinem Leo-Mantel liebe. So sehr weiß ich auch, das ist nichts für mich. Ende der 90er hatte ich mal eine "Tierprinthose", die ich zu einem schwarzen Longpulli kombiniert habe. War OK. Aber eben nicht ich.
    Aktuell habe ich Tierprintsneaker und eine Schal. Das glangt mir dann aber auch.
    LG Sunny

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    1. Ja, zu manch einem passt das. Aber ich bin eben auch kein Ausnahmegitarrist :)
      LG Andrea

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  4. Der Schal ist klasse - genau die richtige Dosis Extravaganz, die mit der Kombi wieder auf den Boden geholt wird. Daumen hoch! Bei mir sind die Tiere auch eher sparsam vertreten. Ich habe allerdings in einem Anfall von Wahnsinn mal einen Leo-Mantel gekauft. Den trage ich allerdings höchst selten ;-)

    Mit Vollgas durchs Leben - das kenne ich. Das habe ich viele Jahre lang gemacht und ich selbst fiel hinten rüber, und zwar komplett. Inzwischen bin ich da krasser Egoist. Wenn mir das alles zu hektisch wird, schnappe ich mir den Hund und laufe. Die Kinder dürfen derweil ein bisschen bei der Hausarbeit unterstützen. Die Begeisterung hält sich in Grenzen, aber sie machen das. Einmal im Jahr ein Urlaub mit meiner Freundin, mindestens einmal im Jahr ein paar Tage nur mit meinem Mann und zwischendurch immer wieder mal ein ganzer Tag nur für mich. Damit geht es mir viel besser und ich bin für den Stress gut gerüstet.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Auch das egoistisch sein will gelernt sein. Zumindest ist das bei den meisten so, die ich kenne. Irgendwann kommt frau dann drauf. Und so kleine Auszeiten wirken wirklich Wunder.

      Ich bin erstaunt, wie viele dann doch nicht ganz so viel Leo bevorzugen.

      Liebe Grüße
      Andrea

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  5. Gas ist rechts, war immer meine Devise. Aber nicht in Bezug auf High Life und Party, sondern in Bezug auf Leistung. Das habe ich abgelegt, bzw. gesundheitsbedingt ablegen müssen. Früher habe ich das nicht verstanden, heute ist mir alles ganz klar. Und ich bin froh, dass ich mich entschleunigt habe.
    Von daher kann ich dich sehr gut verstehen. Der Druck muss frühzeitig herausgenommen werden, bevor der Kessel explodiert.

    Das dezente Einsetzen von Animalprint kann ich auch sehr gut nachvollziehen. In der nächsten Woche habe ich auch einen Post dazu *grins*. Ich sehe das genau wie du. Dosiert für mich gerne, aber nicht im Übermaß.

    Das Outfit steht dir übrigens wieder sehr gut.

    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Sich selbst eingestehen, dass es manchmal einfach zu viel wird, ist gar nicht mal so einfach. Denn es geht ja, irgendwie. Außerdem wird ja immer suggeriert, dass alles gar nicht so schwer und viel ist. Ist es aber in Summe gesehen doch. Gut, wenn frau das dann merkt.

      Danke für das Kompliment zum Outfit, ich bin dann gespannt auf deinen Animalprintlook.

      LG Andrea

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  6. Der Schal steht Dir sehr gut. Peppt das Outfit richtig auf. Ich selbst mag auch kein Leo oder Animalprint bei mir. Zeit für mich gönne ich mir immer wieder. Als die Kinder klein waren war das natürlich nicht so ohne weiteres möglich.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Schön, dass dir mein Outfit gefällt.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  7. Liebe Andrea,

    ich glaube gerade an einen Punkt in meinen Leben angekommen zu sein den du schon gemeistert hast. Ich habe fast das Gefühl mein Leben rast an mir vorbei und ich bin gar nicht dabei. Weil ich nur funktioniere. Da muss ich dringend etwas ändern!

    Mir gefällt übrigens dein Look sehr gut. Braun mit Leo finde ich Klasse. Der Schal macht das Outfit zu etwas besonderen. Ich mag solche Details!

    Alles Liebe
    Natascha

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    1. Schön, dass dir mein Look gefällt.

      Ja, immer unter Hochdruck, dass ist ganz schön anstrengend. Und wenn am Ende des Tages irgendwie nur alles vorbei geflogen ist, macht das durchaus unzufrieden und erschöpft.

      Alles Gute
      Andrea

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  8. Toller Schal zum Outfit - und das mit den Inseln im Alltag ist absolut wichtig. Ohne die geht es gar nicht! Bei mir ist die Situation ja inzwischen eine ganz andere, die Kinder sind aus dem Haus, daher fällt mir und dem Liebsten das Abschalten schon etwas leichter. Aber ich erinnere mich noch lebhaft an das selbstgebaute Hamsterrad von echten und eingebildeten Verpflichtungen.. in diese Falle geraten wohl die Meisten von uns irgendwann mal.
    Liebe Grüße!

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    1. Der Druck, den wir uns selbst machen, ist oft der schlimmste. Gut, wenn frau dann irgendwann ein bisschen Abstand dazu bekommt.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  9. Moment der Ruhe nehme ich mir viele. Dann kann ich zwischendrin auch mal Vollgas geben.

    Gut, dass Du für Dich die Balance gefunden hast.

    Würdest du in der Rückschau anderes arbeiten wollen?

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    1. Ich habe damals irgendwann auf 30 Wochenstunden reduziert (klingt einfach, war es aber nicht) und war damit der absolute Exot in der Firma auf der Position. Das hat mir sehr gut getan. Inzwischen habe ich für mich die Konsequenz gezogen, dass ich momentan nicht mehr Vollzeit arbeiten möchte, weil die Familie und unser Leben dann zu kurz kommt. Aber es ist ja nicht nur der Job. Das schlechte Gewissen den Kindern gegenüber, die Haushaltshilfe, die mal wieder ausfällt oder die Hälfte vergessen hat, der Garten von fast 800qm, der als Hobby mal eben versorgt werden wollte, einkaufen, Wäsche waschen.....die Liste ist lang, auch wenn frau Hilfe hat. Und auch wenn das alles selbst gewählt ist, ist das auf Dauer sehr kräftezehrend.
      Da habe ich den Satz eines Au-pairs im Ohr, dass uns hier mal besucht hat: "Andrea, du bist so ausgeglichen und entspannt." Na ja, dass könnte daran liegen, dass ich nicht mehr 7 Bälle gleichzeitig durch die Luft werfen muss.
      Heute geht es mir einfach besser.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  10. Ich gebe ganz gern Vollgas - nur nicht 8 Stunden hintereinander. Und ich mache gern nichts - also, vor dem Fernseher herumgammeln und nebenbei Nägel feilen zum Beispiel. Ist ja nicht ganz "Nichts", aber immerhin. ;) Allein ins Kloster wäre für mich der pure Horror gewesen und so ohne Handy mag ich auch nicht wirklich sein, obwohl es mir manchmal nicht gut tut, das kleine Gerät, aber es geht schon.

    Ich muss Vollzeit arbeiten, seitdem meine Kinder 6 und 8 waren. Der Mann war zu Hause, allerdings Schlaganfall-gebeutelt, also einigermaßen fit zwar, aber eben nicht total, und Autofahren durfte er auch nicht, also fiel alles, was damit zusammenhing, in mein Ressort. Außerdem hatte ich anfangs einen ganz schlimmen + anspruchsvollen Chef - damals war ich auch sehr oft am Limit. Meine Katzenzucht hatte ich damals auch noch "nebenbei". Keine AHnung, wie ich das alles bewältigt habe!

    Seitdem die Kinder ausgezogen sind, ist alles anders. Gefühlt habe ich viel Zeit, jetzt dürfte nur langsam mal diese innere Ruhe einkehren, aber das krieg' ich ja irgendwie überhaupt nicht hin. ;)

    Lieben Gruß
    Gunda

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