Buchtipp - Die sieben Schwestern

Wenn ich überlegen müsste, wie viele Bücher ich in meinem Leben gelesen habe, müsste ich trotz langem Nachdenken passen. Tausend? Mehr, würde ich einmal schätzen. Ich habe sie nie gezählt und viele habe ich verschenkt, gespendet oder weiter gegeben. Ältere Bücher und uninteressantes Lesematerial kommt bei mir sogar in die Papiermülltonne - ja, ich werfe tatsächlich Bücher in den Müll, wenn es sich meiner Meinung nach nicht lohnt, sie weiter zu geben.
Denn meine Bücherbestände könnten ganze Räume füllen - und dafür ist mir der Platz zu schade. So überleben nur die Exemplare, die ich aus irgendwelchen Gründen gerne aufheben möchte. Viele Bücher leihe ich mir inzwischen in der örtlichen Bücherei aus - einen Service, den ich wirklich gerne nutze.



Wie ich die Zeit zum Lesen finde, ist schnell erklärt: ich nutze meinen Fernseher fast ausschließlich, um Nachrichten zu gucken. Ansonsten sehe ich mir ausgesprochen selten etwas an, da mich das angebotene Programm selten anspricht. Und das ist schon seit vielen Jahren so: das Programm ist dröge und austauschbar, mich interessieren keine Y-Promis, die kochen, auswandern, singen oder sonst was machen. Meinen Kollegen verdanke ich, dass ich trotzdem weiß, dass es all das gibt. Nach 30 Minuten unendlicher Langeweile, weil ich mir das eine oder andere mal angesehen habe, weiß ich, dass ich nichts verpasse. Keine Serie, die mich fesselt, selten ein Film, der mich vom Hocker haut...und mir fällt dann wieder ein, dass wir viele Jahre komplett ohne Fernseher gelebt haben. Ohne, dass wir auf etwas hätten verzichten müssen. Nachrichten gibt es schließlich im Radio und in der Zeitung - oder heute im Internet. Aber ich schweife ab, nicht das oft unsägliche Programm der Flimmerkiste ist heute mein Thema, sondern ein Buch, das mich in seinen Bann gezogen hat.


Die sieben Schwester, geschrieben von Lucinda Riley. Nicht das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Bereits "Der Lavendelgarten", "Die Mitternachtsrose", "Das Mädchen auf den Klippen" und "Das Orchideenhaus" habe ich mit Freude gelesen. Aber das Buch "Die sieben Schwestern" was der Roman, den ich kaum zur Seite legen konnte. Das ist etwas, was mir nach dem Genuss von unzähligen Büchern nicht mehr ganz so oft passiert. Denn oft ähneln sich die Geschichten und Handlungen.

Aber diese Geschichte hatte etwas fesselndes und ich war bis zum Ende so fasziniert, dass ich hoffe, es wird eine Fortsetzung des Buches geben. Die Handlungstränge sind so aufgebaut, dass dies ohne Schwierigkeiten möglich wäre. Und wie ich gerade herausgefunden habe, ist es tatsächlich eine siebenteilige Serie. Na wunderbar, dann weiß ich jetzt schon, was ich bald lese - zumindest den zweiten Teil.....und wenn der hält, was der erste verspricht, dann sicher auch noch weitere Teile dieser Saga.



Der Inhalt des Buches ist grob zusammengefasst die Geschichte von 6 Kindern, die adoptiert werden und gemeinsam aufwachsen. Nach dem Tod des Vaters macht sich die älteste Schwester auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Und neben ihrer eigenen Geschichte taucht die Leserin auch in die Welt von Rio und Paris der 20 Jahre des letzten Jahrhunderts. So weit, so austauschbar. Oder eben nicht. Denn Lucinda Riley gelingt es in ihrer Geschichte, die Spannung über lange Passagen zu halten, auch vorhersehbares wirklich interessant zu schreiben und dem gesamten Buch einen guten roten Faden mit auf den Weg zu geben. Nie hatte ich das Gefühl, mich im Gewirr des Inhaltes zu verlieren oder den Sinn der Handlung nicht nachvollziehen zu können.

Die Personen des Romas gut durchdacht und mit vielen interessanten Wendungen sehr gelungen. Die Geschichte selbst ist eher der romantischen Literatur zuzuordnen. Die Handlung an sich ist wahrscheinlich nicht so außergewöhnlich, wie wir uns das manchmal wünschen würden. Und trotzdem fesselnd geschrieben. Zum Inhalt selbst möchte ich hier nicht so viel schreiben, da ich zukünftigen Leserinnen die Freude nicht nehmen möchte. Hier könnt ihr den Klapptext lesen: Die sieben Schwestern: Roman - Die sieben Schwestern Band 1 (Affiliate Link).

Oder ihr geht in die nächste Leihbücherei und guckt, ob ihr das Buch dort findet. Einen Service, denn ich, wie oben beschrieben, seit vielen Jahren gerne und oft nutze. Zumal ich dort auch manchmal zu Büchern greife, die ich in der Buchhandlung nicht unbedingt gewählt hätte. Wenn es dann mal nicht passt, was durchaus auch vorkommt, gebe ich ein Buch eben auch mal "angelesen" zurück. Und viele meiner gekauften Bücher finden dort eine neue Heimat bzw. weitere Leser.


Kommentare

  1. Oh angelesene Bücher habe ich viele. Da verstehe ich ädich. Wenn ich welche aussortiere lege ich sue ins Wartezimmer zum Mitnehmen. Das klappt gut. Die Leute nehmen mit und bringe manchmal wieder zurück oder ein anderes Buch. Finde ich ganz gut. Mit DVD mach ich es auch so.
    Wünsch Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

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    1. Das mit dem Wartezimmer ist auch eine tolle Idee, liebe Tina.

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  2. Toll, ein Buchtipp!
    Ich schaue zwar schon ab und an Fernsehen, aber lesen ist mir bei weitem lieber :)

    Lg <3

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    1. Da mich dieses Buch so gefesselt hat, musste es "dringend" in den Blog.

      Liebe Grüße
      Andrea

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  3. Danke für die Vorstellung. Bei mir geht es morgen auch ums Lesen. Da passt diese Anregung heute gut, um eine Leseprobe auf den Kindle zu schicken.

    Ich habe weit mehr als 1000 Bücher gelesen. Mein Konsum ist da recht hoch.

    Von der Autorin kenne ich

    "Der Lavendelgarten", "Die Mitternachtsrose" und "Das Orchideenhaus". Da freue ich mich jetzt auf Nachschub!

    LG Ines

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    1. Gerne geschehen. Mein Kindle nutze ich derzeit recht wenig, aber das sollte ich mal wieder ändern.
      Liebe Grüße
      Andrea

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    2. Seit gestern lese ich das Buch um komme zu nichts anderem mehr, weil es mich sofort gefesselt hat!

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    3. Ich lese das Buch seit gestern und komme zu nichts anderem mehr, weil es mich so fesselt!

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  4. Ich brauche keine Leihbücherei, ich habe meine Freundin *grins* Die ist besser sortiert als jede Bücherei, die ich kenne. Sie arbeitet allerdings auch im Buchladen und investiert vermutlich den Großteil ihres Gehaltes in Bücher. Außerdem kennt sie meinen Geschmack genau :-)
    Hier liegen zur Zeit fünf gerade angelesene Bücher, genauso viele warten noch. Die Sache mit dem Fernsehen habe ich fast aufgegeben. Außer donnerstags, da gibt es gerade eine tolle Serie auf Arte. "Indischer Sommer". Grandios.
    Und ich stopfe auch Bücher, die es nicht besser verdient haben, ins Altpapier. Ansonsten hätte ich hier längst anbauen müssen. Kinder und Mann lesen nämlich genauso viel. Inzwischen fast nur noch per Kindle. Gottseidank.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Na, das ist doch eine tolle Alternative. Früher habe ich auch viele Bücher mit Freunden getauscht. Eine super Möglichkeit, wenn der Geschmack ähnlich ist.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  5. Hallo liebe Andrea,

    bei mir ist es ganz genauso wie bei dir. Ich lese sehr viel, dass ich, hätte ich alle gelesenen Bücher selbst gekauft, "arm" wäre.
    Deshalb bin ich "Stammkundin" in meiner gut sortierten Leihbücherei.
    Und nur was ich dort nicht bekomme, lade ich mir auf den Kindle.
    Ohne Bücher oder lesen kann ich nicht sein und am liebsten lese ich Krimis und Thriller, Biographien und historische Romane. Nicht zu vergessen natürlich fast alle Laufbücher.😉
    Fernsehen auch nur selten und ganz ausgewählt. Aber dafür ist mein Zeitfenster eh sehr gering.
    Danke für den Buchtipp.

    Liebe Grüße
    Claudia Cla62runner


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    1. Gerne geschehen. Ja, Büchereien erfreuen sich großer Beliebtheit, zumindest die, in denen ich bisher geliehen habe. Da war es immer recht voll.

      Ich glaube, dass nur eins in größerem Umfang möglich ist, fern sehen oder lesen. Ansonsten ist die Zeit zu knapp.

      Liebe Grüße
      Andrea

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  6. Geht mir auch so, liebe Andrea. Die Bücher kann ich auch nicht mehr zählen und ich besaß mehrere Tausend, die ich allerdings schon reduziert habe und noch weiter reduziere. Denn viele lese ich doch niemals mehr, einiges hat sich überholt und wenn ich wirklich noch einmal eines brauchen sollte, besorge ich es mir einfach übers Internet. Manches gibts inzwichen als E-Book und vieles hat Google schon digitalisiert, was alte Bücher betrifft, die sogar kostenlos im Netz stehen. Auf Romane bin ich eh nicht aus, ich lese vorwiegend Fach- und Sachliteratur.
    Ich gehe jetzt auch lieber in die Öffenltiche Bücherei, denn ich will nicht mehr so viel Geld in Bücher stecken und auch mehr Platz im Haus haben! Mich erdrücken inzwischen zu viele Bücher.
    Aber seit ich Blogs lese, habe ich nicht mehr so viel Zeit für Bücher. TV gucke ich auch so gut wie nie. News enatnehme ich ebenso dem Internet, so daß auch die Nachrichtensendungen wegfgallen. Wesentliche News erhalte ich per App aufs Handy, da entgeht mir also ohne TV nichts. Im Auto höre ich außerdem immer Radio. Zuhause dafür so gut wie nie.
    Auch wir haben jahrelang ohne Fernseher gelebt. Mein Mann schaut schon eher mal was und die Kinder hatten irgendwann ihre eigenen Computer und guckten darauf TV, aber auch nicht überdimensional viel.

    Dein Buch hört sich aber interessant an - vielleicht werfe ich da doch auch mal einen Blick rein.

    Meine Bücher lege ich gern ins Regal von Ikea oder ich gebe sie in die Sozialkaufhäuser. Nur sehr wertvolle Exemplare verkaufe ich auch schon mal. Mit den meisten Büchern habe ich jedoch gearbeitet, d.h. sie enthalten Notizen. Damals nutzte man noch kein PostIt, das geht außerdem auch ins Geld - insofern sind mir auch heute noch die Bleistift-Notizen lieber oder einfache lose Zettel. ;-)

    In den Container würde ich niemals Bücher geben, es finden sich immer Menschen, die etwas mit den Büchern anfangen können und sei es zum Basteln.

    E-Books zum reinen Lesen mag ich allerdings gar nicht. Ich schätze sie lediglich zum Recherchieren. Denn die Suche in einem papiernen Buch ist überaus mühsam, im E-Book dagegen werde ich sofort fündig. Sogar meine Kinder sehen das inzwischen so, seit sie im Studium E-Books nutzten, da dies preisgünstiger kam und schneller ging. Die Augen leiden - egal mit welchem Gerät - auf Dauer drunter doch sehr. Ein Buch wird immer augenfreundlicher und angenehmer sein! Für Reisen sind E-Books natürlich ideal.

    Liebe Grüße
    Sara

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    1. Mit e-books tue ich mich auch schwer, aber ich werde mich mal einlesen, wie das von der Bücherei aus geht. Die bieten nämlich auch eine online-Ausleihe von e-Books an. Gerade für Reisen, wenn ich nicht so viel Gepäck mitschleppen möchte.

      Liebe Grüße
      Andrea

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  7. Toller Tipp, danke! Sofort auf dem Wunschzettel gelandet. Ich kaufe mir die Bücher fast immer gebraucht via ama*zon und verkaufe sie dann (es sei denn, sie werden zu Lieblingsstücken) auch wieder weiter. Die Bücherei und ich werden keine Freunde, obwohl sie architektonisch wirklich toll ist. Aber die Ausleihfrist ist mir zu knapp, da ich immer, immer, immer mehrere Bücher gleichzeitig lese und schon artet das Lesen mit der Frist im Hinterkopf in Stress aus. Für neuere Bücher musst du hier auch 1-2 Euro zahlen (und noch mehr, wenn du die Frist überschreitest), da kaufe ich sie halt gleich selbst. ;)

    Lieben Gruß!

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