Ischia


Nachdem ich euch in den letzten zwei Wochen mit durch Neapel genommen habe, setzen wir heute über nach Ischia. Ischia ist die größte Insel im Golf von Neapel und ausschließlich mit dem Boot zu erreichen. Ich bin ja sonst nicht so der Fan von Fähren, aber hier gab es keine Alternative und insgesamt sahen die Fähren auch vertrauenerweckend aus. Natürlich kann frau auch den Hubschrauber nehmen. Allerdings reichte unser Urlaubsbudget nicht dafür.

Die Überfahrt vom Festland dauert zwischen 1 und 1,5 Stunden. Mir kam vor allem die Hinfahrt deutlich kürzer. Die Küste im Golf von Neapel ist einfach nur unglaublich schön und ich konnte mich nicht satt sehen an all dem, was wir während der Fahrt passierten. Und die Farben sind einfach unglaublich.


Ich werde mich bei meinen Ausführungen auf das Wesentliche beschränken. Wer mehr über diese zauberhafte Insel erfahren möchte, findet hier noch viel mehr Infos.

Wie immer, haben wir es locker angehen lassen und uns keinen strammen Touristenplan gemacht. Aber einige Sehenswürdigkeiten haben wir schon besucht. Wie schon im letzten Post erwähnt: Das Autofahren im August ist auf der Insel eine Herausforderung, da es in diesem Monat dort am vollsten ist. Auch Parkplätze sind rar, wobei wir immer einen Platz zu Abstellen gefunden haben :) 

Als deutscher Tourist profitiert man davon, dass die Insel schon früh ein sehr beliebtes Urlaubsziel der Deutschen war. Sämtliche Schilder oder auch Broschüren sind in deutsch geschrieben. 

Das erste Ziel auf der Insel war das Castello Aragonese. Ein Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall, denn die Aussicht ist einfach atemberaubend. Auf den nächsten Bildern bekommt ihr einen kleinen Eindruck davon.

Das Schloss steht auf einer kleinen Felseninsel. Ursprünglich als Festung errichtet, war es dann später auch ein Kloster. Hinauf geht es mit einem Aufzug (wahrscheinlich ist es auch zu Fuß möglich), den Abstieg haben wir zu Fuß gemacht, was durchaus lohnenswert ist und weniger beschwerlich, als der Blick auf das Schloss vermuten lässt.







Vor dem Castell haben wir nach der Besichtigung eine Pause eingelegt und einfach unsere Füße im Wasser baumeln lassen. Allerdings war es nicht so leer, wie die Bilder vermuten lassen. Ich habe schlicht in die richtige Richtung fotografiert.




Ein weiteres wirklich sehenswertes Fleckchen ist Sant' Angelo. Vielleicht hat der eine oder andere diesen Ort schon einmal in Zusammenhang mit Paparazzo Fotos von der Bundeskanzlerin gehört. Oder eben als wunderschön gelegenen Ort selbst gesehen. Und wer noch nicht da war, den nehme ich jetzt virtuell mit dort hin. 

Wer diesen Ort besuchen möchte, sollte wissen, dass er für Autos gesperrt ist. Lediglich Elektrofahrzeuge mit Ausnahmegenehmigung sind zugelassen. Geparkt wird entweder direkt vor dem Ort auf einem kostenpflichtigen Parkplatz. Oder man stellt sein Auto etwas weiter weg ab und geht den Rest zu Fuß. Wir haben letzteres gemacht und bei dem Spaziergang die Aussicht genossen.

Sant' Angelo ist ein ehemaliger Fischerort. Davon ist allerdings heute nur noch wenig zu spüren, da die Touristenmassen den Ort fest in der Hand haben. Da wir den Ort in den Abendstunden besuchten, war der Ort nicht ganz so überlaufen wie sonst in der Hochsaison und wir konnten die Umgebung ausgiebig bewundern.

Die Bilder sind nahezu unbearbeitet und das Licht war genau so, wie ihr das hier sehen könnt. Mir hat das Spiel der Farben so gut gefallen, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte, zu fotografieren.








Der nächste Tag führte uns zur Sorgeto Bucht. Hier fließen 90 Grad heiße Thermalquellen direkt aus dem Erdinneren ins Meer. Von oben betrachtet, bietet sich ein etwas komisch anmutendes Bild, da alle Personen dicht beisammen sitzen. Der Grund dafür ist simpel: Direkt am Ufer ist das Wasser schlicht zu heiß und die Warnschilder, das Wasser nur mit Vorsicht zu betreten, machen durchaus Sinn. Am besten benutzt man den Steg wirklich bis zum Ende, dort ist das Wasser zwar warm aber nicht heiß. 

Seine Badetasche und Schuhe bindet man am besten an den Zaun, mit dem der Berg vor dem Abbröckeln geschützt wird. Es ist nämlich nur wenig Fläche dort, wo etwas abgestellt werden könnte, ohne das es nass wird. Wertsachen lässt man vorzugsweise zu Hause bzw. stopfte sie ganz unten in die Tasche. Uns ist dort nichts weg gekommen.

Und dann heißt es einfach nur "genießen". Das Wasser dort ist ein Traum und trotz der vielen Menschen ist die Stimmung dort ruhig und angenehm. Jeder ist freundlich und entspannt. Den älteren Besuchern wird vom bzw. auf den Steg geholfen. Und gelegentlich kommt man dort auch ins Gespräch. Ich beispielsweise mit einer Italienerin, die ein wenig Deutsch sprach, da sie grenznah aufgewachsen ist. Sie freute sich, dass ich sie noch verstehen konnte.

Mehr Infos zu Quellen auf Ischia findet ihr hier.



Nach dem Bad im Meer haben wir dann noch ein paar Aussichtspunkte besucht. Zu dem Bild oben gibt es übrigens ein Gegenstück auf Instagram klick. Sehr geschickt fotografiert, so dass wir auf dem Bild nicht zu sehen sind. Lediglich unser Auto ist zu erkennen.

Insgesamt würde ich als Reisezeit für Ischia eher Mai/ Juni empfehlen und wenn ich das nächste Mal diese wunderschöne Insel besuche, wird das mit Sicherheit nicht im August sein. Aber anders hätte es dieses Jahr einfach nicht mehr in den Zeitplan gepasst.

Das letzte Bild für heute zeigt eine kleine Seefahrerkirche. Unten im Bild rechts könnt ihr sie sehen. Nächste Woche nehme ich euch mit dorthin, wenn ihr Lust dazu habt und meine Blog besuchen kommt.


Kommentare

  1. Das sieht wunderschön aus und tut so richtig gut, nachdem ich, wenn ich nach links gucke, nur Schneemassen sehe... Neapel, die Amalfiküste und umzu stehen inzwischen auch auf meiner Reiseliste. Und daran bist du nicht unschuldig ;-)
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Wenn Blogs Begehrlichkeiten wecken ;) , Barcelona, Rom....meine Liste wird auch immer länger.
      Ischia ist aber auch zauberhaft schön, da werde ich sicher noch einmal vorbei gucken.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  2. Wie wunderschön das Meer um Ischia ist! Mir gefällt das Foto von dir so gut, du siehst strahlend und glücklich aus, sehr hübsch :)

    Liebe Grüße <3

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    1. Danke, meine Liebe.
      Das Meer, das Licht...traumhaft schön.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  3. wow wunderschöne Bilder
    http://carrieslifestyle.com

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  4. wie schön, dass du mir die sonne zeigst und das meer gleich noch dazu. das kann man gerade echt gebrauchen, hier wird es wohl schon wieder dunkel - am frühen nachmittag! liebe grüße - bärbel ☼

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    1. Ja, so ein bisschen Sonne wäre schon schön.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  5. Einfach nur schön liebe Andrea. Ich bekomme Fernweh!

    Liebe Grüße Sabine

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  6. Danke für die tollen Bilder. Das mit den Quellen klingt verlockend. Ich würde mich gern sofort hinbeamen, wo ich gerade kalte Füße habe ;-) Und die kleine Bucht gefällt mir total. Das Foto von dir ist süß-LG Sabina

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    1. So ein kleiner Abstecher in die Sonne könnte mir auch gefallen, aber das wird erst einmal nix. Dafür habe ich einen Leuchturm besucht. War auch schön, wenn auch ohne heiße Quellen.
      Schönes Wochenende und liebe Grüße

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  7. Dort ist es bestimmt sehr schön und Du siehst so jung aus.
    Wie schön, dass man - auch ohne zu Verreisen - nun über die Blogs die Möglichkeit hat, viel von der Welt zu sehen.
    Liebe Grüße auch hier
    Sara

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    1. Danke, Komplimente freuen mich immer.
      Die Insel ist zauberhaft und ich werde sich noch einmal dort vorbei gucken.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  8. Schöner Reisebericht, Andrea.
    Ich war letztes Jahr an der Amalfiküste, aber leider nicht auf Ischia.
    Da haben wir wohl etwas verpasst !
    Liebe Grüsse
    Steffi

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    1. Schön, dass es dir gefallen hat, liebe Steffi. Morgen geht es noch mal dahin, zumindest virtuell.
      Und wenn du noch nicht da warst, ist das doch ein guter Grund, die Region noch mal zu besuchen.
      Liebe Grüße
      Andrea

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