Neapel, die Reise geht weiter


Heute nehme ich euch noch einmal mit in die drittgrößte Stadt Italiens. Es sind einfach noch so viele schöne Bilder da, die möchte ich dringend noch zeigen. Außerdem habe ich so viele positive Rückmeldungen bekommen, dass der Ausflug letzte Woche so schön war.

Diese Farben, dieser Ausblick. Ein Traum. Wie schön, dass Neapel am Berg gebaut wurde. Das verschafft dem Besucher einen unbeschreiblichen Rundumblick.

Ich liebe das Reisen und wenn so etwas genetisch bedingt ist, dann habe ich dieses Gen eindeutig von meinem Vater geerbt. Denn der war früher immer sehr reiselustig und so bin ich schon früh in Europa herumgereist. Frankreich, Spanien, Niederlande, Italien, Österreich....ich habe als Kind so wundervolle Länder und Orte gesehen. Und das wir unsere Urlaube im Zelt und später im Campingwagen verbrachten, war für mich mit viel Freiheit verbunden. Als Kind fand ich das toll. Und es machte es möglich, jedes Jahr 3 wundervolle Sommerwochen fernab der Heimat zu verbringen. Im Hotel wäre das nicht möglich gewesen.



Heute weiß ich ein schönes Zimmer durchaus zu schätzen und bin froh, nicht auf einer Luftmatratze schlafen zu müssen. In Neapel hatten wir ein B&B gebucht. Eine schöne Alternative zum Hotelzimmer, zumindest für einen überschaubaren Zeitraum. Denn so ist man schon ein Stück näher dran am einheimischen Lebensstil.


Leider war die Zeit zu kurz, um auch noch das Umland von Neapel zu erkunden. Außerdem schreckten mich die Bilder vom hoffnungslos überfüllten Pompeji und eine Wanderung auf den Vesuv bei fast 40 Grad doch ein bisschen ab. Da komme ich doch lieber noch einmal wieder, besuche die Amalfiküste und mache vielleicht einen Abstecher an diese schönen Ort. Bei angenehmeren Temperaturen und weniger Touristenfülle.  


Wie schon in dem letzten Bericht erwähnt, hatten wir kein festes Programm sondern ein paar Punkte auf unserem Zettel, die wir gerne besuchen wollten. Und haben uns einfach treiben lassen. Haben angehalten, wo es uns gefallen hat und vielleicht nicht alles gesehen. Aber die Zeit in der Stadt war dafür sehr entspannt und wir haben den Rundgang einfach nur genossen.

Ganz bewusst haben wir dies Tage in Neapel auch zu zweit verbracht. Weil es einfach ab und an schön ist, nur als Paar unterwegs zu sein. Damit wir einfach nicht vergessen, dass wir nicht nur Eltern sondern eben auch ein Paar sind.



An diesem Platz (Bild unten), der Piazza del Gesù Nuovo, haben wir eine Pause eingelegt. Und das interessante Gebäude (rechts im Bild) bewundert, dessen Fassade doch sehr eigentümlich anmutet. Später habe ich dann erfahren, was es mit dieser Kirche bzw. der Fassade auf sich hat. Das Muster gab lange Jahre Rätsel auf. Es handelt sich um ein Pentagramm, die sieben verschiedenen Buchstaben sind aus dem Aramäischen. Übersetzt man jeden der sieben Buchstaben in eine spezielle Note, ergibt sich ein 45 minütiges sakrales Musikstück. Die Buchstaben können von links nach rechts, vertikal und diagonal gelesen werden. Interessante Geschichte, oder? Für alle Augen sichtbar und doch Jahrhunderte unentdeckt. Illuminati lässt grüßen. Und auch wenn ich nicht unbedingt an Verschwörungstheorien glaube, finde ich die Geschichten, die darum ranken, durchaus interessant. Ein ein bisschen Wahrheit wird wohl doch in der einen oder anderen Story sein.





Da es in Neapel im August ziemlich heiß war, freuten wir uns nach diesem Städtetrip auf die nächste Station unserer Reise: Ischia. 

Die Tickets für die Fähre können entweder im Hafen gekauft werden oder online geordert werden. Wer, wie wir, mit dem Auto übersetzt. muss beim Kauf den Fahrzeugschein vorlegen. Wir hatten natürlich nichts dabei, als wir im Hafen das Ticket kaufen wollten und haben uns dann für die Online - Variante entschieden. Dabei war die Hinfahrt nur noch von Pozzuoli möglich. Eine gute Alternative, um dem Verkehrschaos im Hafen von Neapel zu entgehen. Allerdings ist es durchaus sinnvoll, der italienischen Sprache mächtig zu sein. Denn die Online - Tickets müssen im Büro der Reederei noch getauscht werden. Als wir die Tickets tauschten, versuchte die Dame am Schalter uns etwas zu erklären, was wir aber leider nicht verstehen konnten. Zum Glück sprach eine Dame englisch und sie teilte uns mit, dass wir, sofern wir wollten, gerne eine frühere Fähre nehmen könnten. 

Wollten wir. Leider verstanden die Herrschaften am Schiff dann auch kein Englisch. Und waren ein bisschen hektisch. Ich sag mal so: Freundlich geht anders, aber schlussendlich war unser Auto dann doch ratz fatz auf dem Schiff und wir konnten an Deck die Überfahrt nach Ischia genießen.

Und noch ein wichtiger Hinweis für alle, die im August mit dem Auto nach Ischia wollen: Autos, die in Neapel bzw. in der Region Kampanien zugelassen sind, dürfen in diesem Monat nicht auf die Insel. Wer einmal im August dort war, weiß auch warum. Wenn ich dachte, in Neapel sei es voll und eng gewesen, so habe ich auf der Insel schnell gelernt: Es geht noch enger! Kaum ein Auto ohne Schrammen, Dellen, abgefahrene Spiegel, etc. Da wird wirklich auf den Millimeter gefahren.


Die Überfahrt nach Ischia dauert von dort ca. 1 Stunde und ich habe wirklich jede Minute davon genossen. Und es gab auch jede Menge zu sehen. Die Küste ist wundervoll, das Meer war ruhig und das Wetter wunderbar zum draußen sitzen.



Eindrück von Ischia gibt es dann in der nächsten Woche und wie immer freue ich mich über eure Kommentare.

Kommentare

  1. Danke für Deinen Reisebericht. So weit war ich in Italien noch nicht im Süden. Rudi möchte immer nochmal mit mir nach Sizilien. Aber bisher hat das nie mit den Terminen und wünschen der restlichen Familie gepasst. LG Sunny

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    1. Gerne geschehen. Der Süden Italiens ist anders als der Norden, genau wie in Deutschland. Es hat mir dort ausgesprochen gut gefallen und ich bin mir sicher, das war nicht meine letzte Reise dorthin.
      LG Andrea

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  2. Oh, dabin ich gerne mit Dir mitgekommen und Erinnerungen werden wach...Wie wunderbar Deine Italienbilder sind! Richtige Lichtblicke an diesem trüben Novembertag. Ich freue mich schon sehr auf Deinen Ischia Bericht.
    Liebe Grüße
    Bärbel ☼

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    1. Das bringt gleich ein wenig Sommer zurück in das Herbstgrau :)
      Liebe Grüße
      Andrea

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  3. super post, wir haben gerade unseren trip nach Italien gebucht
    und ich kann es kaum abwarten
    wundervolle Fotos und eindrücke :D

    alles Liebe deine AMELY ROSE

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    1. Dann wünsche ich dir ganz viel Spaß auf deiner Italienreise.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  4. Sehr schön, die Reise geht weiter. Ich habe deinen Bericht wieder verschlungen. Auch ich habe meinen Urlaub als Kind am Campingplatz verbracht :-) und immer war Italien unser Ziel. Allerdings immer nur der Norden. Dein Bericht ist toll. Ich will sofort wieder in den Sommerurlaub!!!! :-)
    GLG Natascha

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    1. Wie schön, dass du den Bericht genossen hast. Und wie interessant, dass du als Kind auch Campingurlaube gemacht hast.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  5. Bin auch auf Ischia schon gespannt. Denn ich habe schon viel Schönes gesehen und würde da auch gern irgendwann mal hin.

    Die Geschichte um das Haus mit dem Musikstück ist wirklich interessant. Solche Entdeckungen machen doch das Wesen einer Reise aus und sie damit zu etwas unvergesslichem, nicht wahr?

    Campingurlaub hätte ich auch gern gehabt als Kind. Musste immer ins Hotel. Dafür hatten meine Verwandten einen und ich fand das einfach nur famos!


    Danke für die schönen Bilder. Es war ein Vergnügen! LG Sabina

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  6. Danke für die tollen Bilder. Tut gut bei dem heutigen Wetter ;)
    Wünsche ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

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  7. In Italien war ich noch nie. Ich hoffe, da komme ich in diesem Leben auch noch einmal hin. Mit der Verständigung stelle ich es mir in anderen Ländern auch teilweise schwierig vor. In Spanien kam man mit Englisch ganz gut durch, manchmal aber auch nicht - in kritischen Situationen, wie wir sie seinerzeit erlebten, kann das schwierig sein. Was den Verkehr betrifft habe ich das schon vor Jahren auch in Spanien so erlebt. Gehupt wurde ohne Ende - so etwas war ich von hier gar nicht gewöhnt. ;-) Aber irgendwie schien immer alles gut zu gehen. ;-)
    Da habe ich nun einiges bei Dir verpasst, aber ich muß derzeit auch Schongang wegen Rücken einlegen, daher auch meine Beschäftigung mit Insta, das geht auf dem Sofa am Handy ... ein MRT wird dann demnächst Klarheit bringen ...

    Liebe Grüße nochmal
    Sara

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