Wir machen unser eigenes Modemagazin


Modeblogger sind in der Welt der Mode ja längst angekommen und in Bezug auf Einfluss und Mitsprache sicher auch nicht mehr weg zu denken. Denn einige Blogger haben sicher mehr Einfluss auf Käufer und Kaufverhalten als so manches Print - Magazin. Nein, ich meine jetzt nicht die Blogger, die ihren Blog wie ich als Hobby betreiben sondern jene, hinter denen inzwischen ein kleines oder größeres Unternehmen steckt. Mit professionellen Fotos, Marketing - Spezialisten usw.

Vor kurzem sah ich einen interessanten Beitrag auf einem deutsch - französischen Fernsehkanal. (Ja. ich gucke durchaus gelegentlich Fernsehen.). Letzten Sonntag habe ich schon einmal darüber geschrieben und ich bin nicht alleine, auch Sabine hat den Beitrag in einem Post erwähnt.

Der Beitrag im Fernsehen handelte von der Unzufriedenheit der Frauen mit ihrem Körper. Ich fand die Zahlen erschreckend, obwohl es diese Diskussion vor einiger Zeit ja auf allen Social Media Kanälen gab und ich die Zahlen damals schon gehört hatte. Trotzdem haben sie nichts von ihrer deprimierenden Wirkung verloren.

Heute möchte ich etwas sehr interessantes aus dem Bericht beleuchten, was mich direkt zum Nachdenken angeregt hat. Denn eine Chefredakteurin äußerte etwas sehr Tiefgründiges: "Alle möchten so aussehen wie die Modells in den Zeitschriften. Dabei sehen die Modells selbst auch nicht so aus. 2 Meter groß, mit langen Beinen, langen blonden Haaren etc...." Und ja, das kann ich bestätigen. Also nicht, dass alle so aussehen wollen sondern eher, dass die wenigsten so aussehen. Denn irgendwie sehe ich selten solche Frauen wie auf den Werbeplakaten und in den Zeitschriften. Vielleicht lebe ich ja am falschen Ort und die ganzen Amazonen sind wo anders zu finden. 



Oder es ist so, wie es der Bericht vermittelte: Mittels Programmen wird so lange an den Modells rumretuschiert, bis alles perfekt ist. Wahrscheinlich sehen die Mädels von Natur aus auch schon toll aus, aber eben nicht perfekt. Und zum Schluss zeigt uns das Magazin dann Kleidung an perfekt retuschierten Körpern. Kleidung, die bei einer anderen Figur sicher nicht so sitzt wie bei großen, schlanken Modells. Eben das Gleiche, was passiert, wenn wir Kleidung bei einer Schaufensterpuppe sehen. Denn die haben auch Maße, die ich im realen Leben einfach nie sehe. Weil Menschen so einfach nicht aussehen. Wir sind ja keine Plastikpuppen.

Und deshalb sind für mich die Blogs von Hobby - Bloggern die neuen Modemagazine. Zumindest für mich, denn da zeigen die Frauen, wie die Kleidung an ihnen selbst aussieht. Die Frauen, bei denen ich mir dann meine Tipps für Outfits hole, sind ganz unterschiedlich und manchmal muss ich ein Outfit für mich ein bisschen anders interpretieren. Weil die jeweilige Bloggerin vielleicht ein bisschen größer ist als ich oder vielleicht ein anderer Farbtyp oder in meinem Kleiderschrank ein bisschen andere Farben/ Schnitte vorhanden sind.

Aber im Großen und ganzen bekomme ich meine Inspiration lieber von Frauen mit ganz normalen  und vor allen Dingen mit unterschiedlichen Größen. An denen Kleidung so aussieht, wie sie nun mal eben aussieht. Nicht auf Größe 34 retuschiert und auch sonst nur mit wenigen Handgriffen bearbeitet. Denn das ist es, was wir später auch im Spiegel sehen. Denn egal, was ich trage, ich werde in diesem Leben nicht aussehen, als sei ich 1,80 m groß. Meine Oberschenkel werden nie zierlich - schlank sein und meine Haare trotz intensiver Pflege nie zur wallenden Mähne mutieren. Das wäre vielleicht ganz nett, liegt aber einfach nicht in meinen Genen. Punkt. Und weshalb sollte ich dann versuchen, die Kleidung zu tragen, die ausgewählte Modells in Zeitschriften tragen? Das wird an mir nie so aussehen wie an den Damen. 


Und deshalb ziehe ich Modeblogs dem Lesen von Zeitschriften vor. Und zwar das Lesen von Modeblogs, in denen das jeweilige Modell so aussieht wie all die Frauen, die ich beim Einkaufsbummel oder an der Ladenkasse sehe. Frauen aus dem realen Leben eben. In Kleidung, die bezahlbar ist und mit Ideen, die nicht nur entworfen worden sind, um mal was Neues zu zeigen. Sondern Modeblogger mit tragbarer, alltagstauglicher Mode. Und mit Ideen, die nicht von Designern entwickelt wurden sondern bei Blick in den Kleiderschrank. Das finde ich inspirierend.


Damit leite ich über zu meiner heutigen Inspiration in Sachen Mode. Grundlage sind drei Farben: Grau, dunkles Rot und sonniges Gelb. Das Grau bietet die schlichte Leinwand, das dunkle Rot bringt die nötige Wärme, die mein Farbtyp einfach benötigt, um nicht blass auszusehen. Und die gelbe Tasche ist der passende Farbtupfer für den Frühling. Der dem Outfit zudem die besondere Note gibt. Denn Gelb tanz ja immer ein bisschen aus der Reihe.

Und jetzt bin ich gespannt: Wie gefällt auch mein heutiges Outfit? Und ist für euch ein Modeblog auch so etwas wie ein Modemagazin?


Kommentare

  1. Blogs sind für mich auf jeden Fall wie Modemagazine. Ich finde es toll, wenn ganz normale Frauen inspirieren. Das kann für mich aber ebenso gut eine unbekannte Frau auf der Straße sein, bei der ich das Outfit, die Kombi ... einfach klasse finde und sie gleich im Kopf abspeichere. Allerdings sehe ich mir auch gerne Zeitschriften mit Models an. Die bunte und abwechslungsreiche Mischung macht´s. Dein Look finde ich wieder sehr schön. Grau in Kombination mit Bordeaux trifft ganz meinen Geschmack. Interessant finde ich, dass Du die Tasche in einer komplett anderen Farbe als Highlight gewählt hast.
    Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir.
    LG
    Ari
    ARI SUNSHINE BLOG

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  2. Mir geht es ebenso. Ich lese viel lieber Blogs von normalen Frauen und hole mir dort Inspiration. In Zeitschriften schaue ich nach Trends, die ich entweder annehme oder nicht. Man sieht aber relativ schnell, welches Outfit alltagstauglich ist und welches nicht.

    Dein Outfit gefällt mir super. Schöne Farbkombi.

    Liebe Grüße Sabine

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  3. Das kann ich gar nicht so sagen. Ich lasse mich gerne inspirieren . Mal ist es ein Schaufenster , dann ein Blog, Dann ein Katalog oder ein Nähheft. Ich habe mit zwanzig gehofft braune Haare hinzubekommen. Aber nach dem das Experiment gescheitert ist und ich auch nie schön braun geworden bin . Habe ich sämtliche Gedanken was das Thema angeht.... ich möchte gerne so und so aussehen abgehakt . Seid vielen Jahren mache ich seid dem mein Ding. Inspirieren geht immer , aber die Umsetzung ist auf mich abgestimmt und weicht sehr oft um einiges vom Original ab ;)

    LG heidi

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  4. Das Outfit ist toll, mir gefällt der Blazer sehr gut zur Tasche. Die Farben harmonieren schön. :)
    Alles andere sehe ich auch so, von retuschierten und verschönerten Fotos habe ich mittlerweile genug. Diese Körper und Bilder ohne Ecken und Kanten langweilen mich fast nur mehr.

    Liebe Grüße zu dir <3

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  5. Hallo Liebe Andrea,

    du siehst mal wieder fabelhaft aus! Ich liebe deinen Style und ganz besonderes deine schöne Tasche :)

    Ganz viel Liebe,
    Katrin
    www.octobreinparis.de

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  6. Das hast Du toll gesagt, das würd ich für mich auch so unterschreiben. Ich wurde schon viel mehr von Hobbybloggern infiziert und inspiriert, als von Zeitschriften. Die schaue ich gern mal zur Info, wie Sabine das auch schreibt.
    Du siehst toll aus Andrea, richtig super alltagstauglich :).
    Liebe Grüße Tina

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  7. Du siehst mal wieder bezaubernd aus.
    Ich liebe die Tasche, die Farbe ist so cool und so schön eyecatchy.
    Ich stimme dir da echt zu, ich habe mit steigender Zahl toller Blogger,
    mir immer weniger Zeitschriften gekauft. Blogs sind eben doch ein wenig schneller (man postet viel mehr) und dadurch eher am pulz der zeit und doch vielverrückter und individueller.

    schau gerne auf meinem BLOG vorbei und auf INSTAGRAM

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  8. Ich liebe Magazine und die tollen Fotos. Allerdings mag ich Blogger noch mehr. Weil sie viel mehr im Alltag sind. Mir gefällt es auch wenn die Teile verlinkt sind. Dann kann ich sie direkt nachshoppen. Das ist bei Magazinen oft gar nicht möglich.
    LG Natascha

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