Warum ich wohl doch kein Instagram - Influencer mehr werde


Soziale Netzwerke und das Internet machen es möglich: Plötzlich werden zuvor völlig unbekannte Menschen quasi über Nacht berühmt. Instagram ist und war eine gute Plattform für solche "It - People". Ein paar gute Fotos (ok, wahrscheinlich nicht nur ein paar sondern viele). Immer perfekt gestylt, gerne im Bikini oder in anderen modischen Outfits an den top locations und natürlich in einer absolut natürlicher Pose. Und wisst ihr was: Ich finde das gut. Denn dahinter steckt viel Arbeit und ein bisschen Glück. Denn um die Followerzahlen zu erhöhen, musste man einst präsent sein und eben bei vielen anderen Followern einen Kommentar hinterlassen, immer fleißig Herzchen verteilen und temporär folgen. War eine gewisse Zahl an Followern erreicht, wurde der Account zum Selbstläufer und der neu geschaffene VIP konnte sich noch mehr auf gute Fotos und Werbekunden konzentrieren. 

Und was hat das jetzt alles mit mir zu tun? Bin ich doch auf der Instgram - Plattform nur ein kleines Licht. Zudem habe ich - "dumm", wie ich nun mal bin - auch noch Tausende Follower blockiert. Dabei weiß doch jeder, dass die Währung in den sozialen Netzwerken Zahlen sind. Je mehr Follower, desto höher die Einflussnahme. Und da gehe ich hin und werfe freiwillig meine Follower raus. Wo doch sie alleine mich zum Star im Netz machen könnten. Allerdings blockiere ich nicht wahllos Follower. Aber eben sämtliche Angehörige der Armee, eine nicht unwesentliche Anzahl von Ärzten und Scheichs und sonst auch noch nicht unwesentliche Anzahl von modebewussten Männern, die dringend einer Modebloggerin Ü40 folgen wollen.


Daneben irritierte mich bisweilen das "Keep it up" von Mister Ingolstadt und diversen anderen Instagramern. Aber vielleicht ist das "mach weiter so" ja der Schlüssel zum Erfolg. Ok, zum Erfolg desjenigen, der es wünscht und nicht mein Erfolg. Ich soll ja nur so weiter machen. Und natürlich aufmerksam werden. Am besten soll ich natürlich folgen. 

Alles ein alter Hut und eigentlich keinen Artikel wert. Was ich aber doch ein paar Zeilen wert finde, ist die Tatsache, dass ich die Einhaltung meiner Privatsphäre durchaus zu schätzen weiß. Nicht alle müssen zu jedem Zeitpunkt wissen, wo ich mich gerade aufhalte. Oder was mich neben Mode sonst noch interessiert. Das, was ich preisgeben mag, findet ihr hier niedergeschrieben. Und der Rest ist eben einfach privat. Denn wer zu viel von sich preis gibt oder permanent seinen Aufenthaltsort online stellt, macht sich natürlich auch sehr angreifbar. Sehr negativ bekam dies vor einiger Zeit Frau Kardashian zu spüren. Ob sie daraus gelernt hat, weiß ich nicht. Aber vergessen hat die Influencerin es mit Sicherheit nicht.

Aber zurück zu mir. Neben der Wahrung meiner Privatsphäre möchte ich nicht belästigt werden, und sei es nur von Fake - Profilen, die mittels Software generiert werden. Und ich mag auch nicht belästigt werden mit blöden Sprüchen, wie süß ich wieder aussehen. Mit fast 50 nehme ich mir einfach das Recht heraus, dass ich so nicht angesprochen werden will - ok, das Recht nehme ich mir schon länger heraus, aber sei es drum. Und deshalb blockiere einfach weiter, wenn mich etwas stört.

Sehr interessant finde ich auch eine Person, die meinen Blog wöchentlich besucht. Die lebt nämlich in einer unbekannten Region. Wo immer das sein mag. Vielleicht auf dem Mond?
Und was immer diese Person für Gründe haben mag. Ich persönlich wünsche mir, dass solche Menschen bleiben, wo der Pfeffer wächst. Vor allem, wenn sie meinen Blog über sogenannte Schmuddel - Seiten aufsuchen. Denn auch das kommt - leider - in regelmäßigen Abständen vor. Sei es drum, es wird mich nicht dazu bewegen, diesen Blog hier aufzugeben, denn es gibt zu viele regelmäßige Leserinnen, die wirklich an dem Inhalt der Seite und der Mode, die ich hier vorstelle, interessiert sind. 


Auf Instgram habe ich - wie schon des öfteren - die Reißleine gezogen und meinen Account kurzzeitig auf Privat geändert. Das macht es zwar unmöglich, an Mode interessierte Leserinnen für meinen Blog zu begeistern, aber aufgrund des Algorithmus ist das ja mit der Zeit, die ich diese App investiere, sowieso nicht mehr möglich. Also sei es drum. Aber die Profileinstellung macht es möglich, dass ich unerwünschte Profile schneller lösche. Und diese Zeitersparnis ist mir wichtig. Denn für irgendeinen Mumpits mag ich meine Zeit nicht investieren. 

Und deshalb werde ich wohl auch kein großer Influencer mehr bei Instagram werden - wenn ich den je die Möglichkeit dazu gehabt hätte. Denn dafür bin ich viel zu spät eingestiegen und habe viel zu wenig investiert. Außerdem verringert Instagram die Sichtbarkeit derjenigen, die Profile löschen und nicht ausreichend aktiv sind. Das heißt, selbst diejenigen, die mir aus berechtigtem Interesse folgen, müssen mich aktiver suchen. Aber das machen sie und genau deshalb bleibe ich auch dort.


Ein bisschen Mode gibt es hier heute natürlich auch. Und das in Form von alten Bekannten, die ich für den Herbst wieder aus dem Schrank geholt habe. Denn nachdem ich im Sommer fast nie Jeans getragen habe, dürfen die blauen Beinkleider jetzt wieder aus dem Schrank. Kombiniert habe ich die dunkelblaue Staight Leg Jeans mit einem Shirt in Petrol und einer Jacke aus dunkelgrauer Wolle. Perfekt für die jetziges Jahreszeit, wo es morgens und abends kühl und dazwischen schon fast frühlingshaft warm ist. Denn dann lege ich die Jacke einfach zur Seite.

Ergänzt habe ich mein Outfit mit einer Tasche in einem schönen Puder - Rosa und schwarzen Stiefeletten. Die meisten Teile dieses Outfits begleiten mich schon länger und ich bin mir sicher, auch in den nächsten Jahren werde ich im Herbst und Winter genau dieses Outfit wieder tragen. 





In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Tag und bin gespannt: Was seit ihr bereit, für den Erfolg in sozialen Medien zu investieren? Und wie wichtig ist euch eure Privatsphäre?

Kommentare

  1. Ich denke mal, der Punkt ist, dass , wer die 40 überschritten hat, seine Erfolge idealerweise längst an anderer Stelle gefunden hat. Sei es beruflich, sei es in der Familie oder dort, wo er sich halt engagiert.

    Zumindest geht es mir so. Und deshalb bin ich einfach nicht dazu bereit, auf Kosten anderer Dinge in meinem Leben viel Zeit und Engagement in soziale Medien zu stecken. Der Blog ist da etwas außen vor. Den pflege ich, weil er mir Spaß macht - nicht weil ich ihn zu meinem Standbein machen möchte. Ich habe meinen Traumberuf längst gefunden.

    Wenn sich soziale Medien inzwischen zum Beruf entwickelt haben, dann ist das wunderbar, sowohl für junge Menschen auf der Suche nach "ihrem Ding" als auch für alle, die vielleicht nicht mehr 25 sind, aber ihre Leidenschaft eben noch nicht gefunden haben. Nur scheinbar gehören wir eben nicht in diese Kategorie. Ist so und ist auch nicht tragisch.

    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Das kann ich jetzt mal genau so unterschreiben. Fran hat das super zusammen gefasst.
      Mit fast fünfzig habe ich andere Prioritäten. Und wer meint sich halbnackt oder anderweitig seltsam im Netz präsentieren zu müssen der soll das tun.
      Meins ist das nicht ;)
      LG heidi... die ihr Hobby zum Beruf gemacht hat :))

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    2. Ich glaube, die Blogger, bei denen ich regelmäßig lese, habe ihren Sinn des Lebens längst gefunden. Zumindest lesen die Blogs sich so. Wahrscheinlich gucke ich deshalb da so gerne vorbei, weil es eben „unaufgeregt“ ist und nicht auf Höhe Followerzahlen ausgelegt.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  2. Kann deine Einstellung gut nachvollziehen. Obwohl ich selbst nie einen Account dort hatte, bekommt man am Rande doch auch einiges mit.
    Deinen Look mit Boots, Jeans und der Strickjacke finde ich heute besonders gelungen, das Outfit steht dir hübsch. :)

    Liebe Grüße <3

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    1. Schade um die App, aber so ist das halt manchmal.
      Schön, dass dir mein Outfit so gut gefällt. Ich mag es auch gerne und der Cardigan ist momentan ein echter Dauerbrenner bei mir.
      Liebe Grüße

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  3. Mir geht es ähnlich. Da ich meinen Blog nebenberuflich betreibe kann ich nur so viel Zeit investieren, die mir privat dafür zur Verfügung steht. Das betrifft gleichermaßen die sozialen Medien. Allein die rechtlichen Bestimmungen zu erfüllen erfordert schon viel Zeitaufwand. Ich kann und will daher im Netz gar nicht omnipräsent sein.

    Deine Kuscheljacke gefällt mir super zusammen mit dem Pulli in petrol.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Schön, dass du das ähnlich siehst, liebe Sabine. Alles in Maßen wie alle anderen Hobbies auch.
      Der Cardigan ist hier momentan sozusagen im Dauereinsatz, ein echtes Lieblingsstück.
      Liebe Grüße

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  4. Es gibt schon seltsame Gestalten bei Insta. Ich blockiere die auch regelmäßig. Ich habe kein Interesse an Herren, die sich meine Fotos angucken. Vor allem, die mit den 3 Followern und 30000 Frauen, denen sie folgen. Und möglichst noch einem privaten Konto.
    .
    Ich habe aus rechtlichen Gründen den Blog von Insta getrennt und mich von Facebook getrennt. Der einzige "Fremde", den ich da an Bord habe, ist Googel (+) aber da komme ich ja wegen der Plattform meines Blogs eh nicht aus.
    .
    Schön lässig und alltagstauglich, Dein Outfit, liebe Andrea.
    LG Sunny

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    1. Über eine Trennung von FB habe ich auch schon nachgedacht aber momentan ist mein Insta noch mit FB verbunden. Außerdem gibt es da Kontakte, wo ich sonst keine Schnittstelle mehr habe. Aber aktiv bin ich da nicht mehr. Und meinen Insta Account schalte ich immer mal wieder auf privat. Dann ist das Löschen einfacher.
      Es freut mich, dass dir mein Outfit gefällt.
      Liebe Grüße

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  5. Liebe Andrea, auch wenn Du einen riesen Erfolg auch bei Instagram absolut verdient hättest, kann ich sehr gut nachvollziehen, wie Du Deinen Account bei Instagramm handhabst. Das was Du nicht möchtest, würde ich auch nicht wollen. Ich selbst habe nach wie vor keinen Instagram-Account und vermisse diesen auch gar nicht :) Wobei ich natürlich nicht weiß, was mir entgeht. Was mir jedoch entgangen wäre, wäre auch dieses schöne Outfit, wenn Du Deinen Blog nicht hättest, den ich einfach sehr gerne besuche. Daher möchte auch ich Dir unbedingt schreiben, "Keep it up", und ich bin zuversichtlich, dass Du meine Absicht hinter diesem Satz zu 100 % richtig interpretierst.
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Das einzig schöne an Insta sind ein paar Kontakte, die auf keinen anderen Plattformen habe und die ich persönlich kenne (leider wohnen einige davon weit weg). Und ein paar Followerinnen, für die ich gerne dort bleibe. Ansonsten hätte ich meinen Account längst gelöscht. Und mein Blog geht auf jeden Fall weiter, dafür mag ich dieses Hobby einfach viel zu sehr. Und wenn ich dann noch so positive Rückmeldung bekomme motiviert mich dass gleich doppelt.
      Liebe Grüße

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  6. Schöner Artikel ;) Ich bin über Bärbels Blogroll auf deinen Blog gekommen. Gestolpert über deinen Namen, denn Andrea ist einfach toll ;))))
    Ich kann deinen Beitrag auch nur unterschreiben. Ich bin bald 47 und dieses ewige: hey, toller Account oder mach weiter so.... geht mir gelinde gesagt nur auf die Nerven. Auch die großen Accounts, die mir dann folgen, folgen mir nur, damit ich denen folge und sie mich schnell wieder heraus schmeißen kann. Aber damit kann ich leben. Gut sogar. So kann ich Bilder hochladen wie ich mag und mir folgen Menschen, die meine Bilder, meinen Account wirklich gerne mögen. Werd ich halt auch kein Influencer... wie gut, dass ich einen Job schon habe ;) Ganz liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ja, da bin ich auch 100 Prozent bei Fran. Die hat es in ihrem Kommentar gut auf den Punkt gebracht. Ich glaube, viele meiner Leserinnen sind irgendwann mal durch andere Blogs auf mich aufmerksam geworden. Das finde ich immer besonders schön, weil solche Leserinnen oft wirklich an den Inhalten interessiert sind.
      Liebe Grüße

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