Mein Besuch beim Schönheitschirurgen


Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich war tatsächlich bei einem Schönheitschirurgen. In einer Zeit,wo Menschen sich für allerlei "Makel" unter das Messer legen, ist das ja schon fast nichts besonderes mehr. Auch wenn die wenigsten gerne darüber sprechen. Denn schließlich sind wir ja alle von Natur aus schön und jung. Außerdem altern wir mit Würde. Wenn ich mir allerdings so die Werbebanner in großen Städten ansehe, ist der Berufsstand der Schönheitschirurgen gut ausgelastet. Sonst würde es wohl nicht so viele geben.

Aber zurück zu mir und meinem Besuch beim Schönheits - Doc. Mein Besuch dort war leider nicht ganz so freiwillig und hatte auch nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass mir ein Teil meines Körpers nicht mehr gefällt. Nein. Ich durfte den Arzt wegen einer leider unvermeidbaren OP aufsuchen: Ein Knoten in der Brust. Dieser zum Glück gutartige Knoten hatte sich bedauerlicherweise arg entzündet und musste schnell entfernt werden. Leider lag der Knoten so, dass die Narbe im Bikini zu sehen sein würde. Deshalb hatte mir meine Ärztin schon vor geraumer Zeit empfohlen, dies beim Hautarzt durchführen zu lassen. Beim Hautarzt meiner Wahl bekam ich einen zeitnahen Termin im September diesen Jahres. Was für mich ok war, da zu dem Zeitpunkt noch keine Entzündung zu bemerken war.


Dann veränderte sich der Knoten aber schnell, zeigte deutliche Entzündungszeichen und bereitete mir äußerst unangenehme Schmerzen. Also fix zur Hausärztin, die mich an einen plastischen Chirurgen überwiesen hat. Das sei ihrer Meinung dafür der passende Arzt. Glücklicherweise hatte der Schönheitschirurg tatsächlich kurzfristig einen Termin frei, um eine eigene Einschätzung zu treffen. Und die war kurz und knackig: Das muss raus, schnell. Der Knoten sei mit ziemlicher Sicherheit gutartig aber die Entzündung sei schon weit fortgeschritten und eine weitere Abkapselung wolle er unbedingt vermeiden. Ob ich zwei Tage später Zeit hätte für eine OP, er würde mich irgendwo "dazwischen" schieben.
Natürlich machte ich das möglich, denn die Schmerzen waren nicht gerade angenehm und die Aussicht auf weitere Komplikationen auch nicht. Außerdem fühlte ich mich bei dem Schönheitschirurgen in fachkompetenten Händen. Denn er hatte mich vorsorglich auch darauf hingewiesen, dass die Narbe vielleicht nicht ganz unsichtbar sein würde. Womit ich allerdings auch nicht gerechnet hätte. Denn jede Narbe und jede OP birgt nun mal ein Risiko. Auch heute noch, wo Operationen beim Schönheitschirurgen sicher deutlich üblicher sind als noch vor einigen Jahren.

Fix organisierte ich im Büro meine Termin weg und fand mich 2 Tage später im Krankenhaus ein. Zum Glück macht sich meine Nervosität und meine Angst immer erst kurz vor einem Eingriff bemerkbar. So habe ich den Vormittag und Mittag recht gut überstanden, aber kurz vor der Einleitung der Narkose hatte ich mächtig bammel. Und ich bin ehrlich: Wäre es eine Schönheits - OP gewesen und kein notwendiger Eingriff, ich wäre aufgestanden und hätte verzichtet. Aber ich hatte ja keine Wahl. Ein bisschen Linderung brachte dann das Flachsen mit der Anästhesieschwester, der ich meinen Platz angeboten hatte, nachdem sie meinte, ihr Mann habe sicherlich die eine oder andere Idee, was bei ihr noch zu optimieren sei. Dezent veranlasste sie noch, dass die OP Türe geschlossen wurde, damit ich nicht weiter einen Blick hineinwerfen musste. Schön, dass sie so sensibel war und versuchte, mich abzulenken. Ein bisschen Lachen kann da schon den Druck etwas vermindern.


Nachdem der Chirurg hervorragende Arbeit geleistet hatte, musste ich noch zwei Nächte im Krankenhaus bleiben und konnte mich dann nach Hause verabschieden. Und der Verbandswechsel zeigte schnell: der Arzt ist zu Recht ein Schönheitschirurg. Eine relativ schmale Narbe, die in ein paar Monaten hoffentlich nur noch für ein geübtes Auge sichtbar sein wird, wenn ich einen Bikini trage. Das freut mich sehr und so hatte ich mir das auch gewünscht. Und ich kann jetzt sogar von mir behaupten, dass ich schon einmal bei einem Schönheitschirurgen war. Das es sich dabei um eine Kassenleistung handelte, muss ich ja nicht zwangsläufig erwähnen 😃

Eins hat mir diese OP übrigens auch vor Augen geführt: Für eine reine Schönheits - OP ohne Notwenigkeit würde ich mich wahrscheinlich nicht unters Messer legen. Oder nur, wenn der Leidensdruck sehr hoch wäre. Denn ich habe definitiv zu viel Angst vor dem "Drumherum": die Narkose, die Schmerzen und die Möglichkeiten, dass etwas nicht nach Plan läuft. Wobei sich diese Frage auch kaum stellt, denn ich bin eigentlich ganz zufrieden mit mir und hätte so spontan auch wenig, was ich gerne anders hätte. Was auch gut so ist. Denn ich hätte definitiv nicht den Mut zu einer medizinisch nicht notwendigen OP.


Natürlich gibt es auch heute ein bisschen Mode. Heute zeige ich euch noch einmal meinen Rock aus Kunstleder. Diesmal kombiniert mit der grünen Bluse. Ich hatte ja schon einmal darüber berichtet, dass ich den Rock gekauft habe, um ihn zu meiner grünen Bluse zu kombinieren. Inzwischen war es dafür auch warm genau und so machten wir einen schönen Spaziergang, bei dem diese Bilder entstanden sind. 



Rock und Tasche (Affiliate Links)

Zu dem Mantel und dem Ort, wo die Bilder entstanden sind, gibt es in den nächsten Tagen noch einen separaten Post.

Kommentare

  1. Wie gut, dass die Knoten-Geschichte gut ausgegangen ist. Sowas braucht man wirklich nicht...
    Mich freiwillig in einen OP-Saal zu begeben käme mir auch nicht in den Sinn. Jeder wie er mag, aber dieses ganze OP- und Spritzen-Gedöns ist nicht meins. Wenn es medizinisch notwendig ist, dann muss es halt sein. In allen anderen Fällen bin ich raus.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Ich glaube, dass es bei OPs auch nicht gerade hilfreich ist, dass ich eine medizinische Ausbildung habe. Da habe ich einfach zu viel Fachwissen und weiß, was es bedeutet, wenn etwas schief geht. Deshalb lege ich mich auch nur unters Messer, wenn es unvermeidbar ist.
      Liebe Grüße

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  2. Wie wunderbar, dass Dir so kompetent geholfen wurde. Ich drücke die Daumen, daas die Narbe weiter gut verheilt.

    Aus unter anderem den genau von Dir beschriebenen Gründen lasse ich meine Brüste nicht verkleinern, obwohl ich schon öfter darauf angesprochen wurde. Ich habe grottiges Heilfleisch und das kann nur schief gehen, von den anderen OP-Belastungen mal ganz abgesehen.

    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Ines

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    1. Beim letzten Kontrollbesuch sah es sehr positiv aus. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Narbe hautfarben ist. So lange muss ich sie nämlich abklemmen, falls ich mit einem Bikini in die Sonne gehe. Aber ich bin zuversichtlich, dass es in zwei Monaten soweit ist. Ansonsten sieht man die Narbe sowieso nicht.
      Ich kann gut verstehen, dass du von einer Brustverkleinerung absiehst. Ist eine nicht zu unterschätzende OP. Und wenn sich deine Rückenschmerzen, die du sicherlich hast, im Rahmen halten, würde ich das auch so belassen. Ich hatte eine Kommilitonin, der hat man diese OP auch immer mal wieder angeboten aber sie hat auch dankend abgelehnt.
      Liebe Grüße

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  3. Ich sehe das sehr pragmatisch. Was weg muss, muss weg. Gut das es gut ausgegangen ist. Gutartig braucht man trotzdem nicht. Und das es jetzt auch noch gekonnt aussieht , finde ich prima. Man leidet ja eh genug. Kenne auch keinen der sagt das man das easy weg steckt . Daumen drück das es das war und nichts wieder kommt.
    LG heidi

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    1. An der OP ging wirklich kein Weg vorbei und letztlich bin ich froh, so schnell einen Termin bekommen zu haben. Jetzt geht es mir wieder gut und mit einer weiteren Narbe kann ich gut leben. War halt unvermeidbar.
      Und natürlich hoffe ich auch, dass jetzt alles erledigt ist.
      Liebe Grüße

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  4. Erst einmal bin ich beruhigt, dass der Knoten gutartig war. Und es freut mich, dass die OP gut verlaufen ist. Ich bin auch eher ein ängstlicher Mensch, was Operationen angeht. Hinzu kommt, dass ich mich in Krankenhäusern immer ziemlich unwohl fühle. Die lösen in mir einfach ein Unbehagen aus.
    LG
    Ari

    ARI SUNSHINE BLOG

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    1. Vielen Dank, liebe Ari. Ich glaube, dass die meisten Menschen sich nicht freiwillig einer OP unterziehen und die wenigsten mögen Krankenhäuser. Verständlicherweise, schließlich ist man nur dort, wenn etwas nicht so gut läuft.
      Liebe Grüße

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  5. Schön, dass Du die OP gut überstanden hast. Manchmal ist es einfach notwendig. Freiwillig würde ich mich auch nicht unters Messer legen. Nur bei medizinischer Notwendigkeit.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Wenn es notwendig ist, führt halt auch kein Weg dran vorbei. Und dann kann ich das auch irgendwie ertragen. Muss halt.
      Liebe Grüße

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  6. Ach herrje, das ist tut mir sehr leid das du dich einer OP unterziehen musstest, lass dich mal knuddeln <3 Schön das es so gut verlaufen ist und der Schönheits Doc die Narbe auch schmal halten konnte.
    Dein Outfit gefällt mir sehr, ich mag so natürliche Farben. :)

    Liebe Grüße!

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    1. Danke, meine Liebe. Ich bin heil froh, alles so gut überstanden zu haben.
      Liebe Grüße

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  7. Wie gut, dass du so schnell alles hinter dir bringen konntest. Eine OP ist immer ein Eingriff und ja, man kann sich immer freuen, wenn alles gut läuft. Also freiwillig würde ich mich auch nicht unter ein Messer bewegen, und doch kann ich es verstehen, wenn man eine Änderung erzielt die einen langen traurig oder sogar depressiv macht. Es ist ein Geschenk, wenn man mit dem eigenen Körper zufrieden sein kann, auch das ist nicht selbstverständlich.
    Der Rock passt super gut zur grünen Bluse, da hast du eine tolle Wahl getroffen.
    Lieber Gruß,
    Claudia

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    1. Ich habe darüber mit einer Kollegin diskutiert, die im Freundeskreis Frauen hat, die unter der Größe ihrer Brust so gelitten haben, dass sie Änderungen haben vornehmen lassen. Wenn die psychische oder körperliche Belastung einen krank macht, sind wir ja auch schon wieder bei der Notwendigkeit und dann ist die OP ggf. das kleinere Übel. Ich bin froh, dass ich mit mir soweit zufrieden bin und auch keine körperlichen Beschwerden habe, die mich eine OP in Erwägung ziehen lassen.
      Und es freut mich natürlich auch, dass dir mein Outfit auch gefällt.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  8. Liebe Andrea, da hattest Du ja Glück im Unglück, wie man so schön sagt. Ich kann Dich verstehen, ich würde auch keine OP aus nicht medizinisch notwendigen Gründen wollen.
    Schön dass es Dir gut geht.
    Liebe Grüße Tina

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  9. Liebe Andrea,
    du jagst mir ja einen Schrecken ein! Zum Glück ist jetzt alles gut! Was Schönheits-OP`s betrifft stimme ich dir voll zu. Aus Jux und Tollerei wäre mir das Risiko zu groß.
    GLG Natascha

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    1. Ja, zu wissen, dass es zwar schmerzhaft aber gutartig war, ist ein sehr befreiendes Gefühl.
      Liebe Grüße

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  10. Sehr schick sieht das aus. Ich habe mich ja auch schon von Dir zu dunkelgrün und cognac inspirieren lassen. Mag ich zwischenzeitlich sehr gern.
    Gut, dass es nix so arg schlimmes war und der plastische Chirurg alles gut beheben konnte. Ich hoffe alles ist gut verheilt. Narkosen sind Narkosen. Ich hatte bisher drei. Durfte danach immer nach Hause. Was muss, das muss. Aber ohne medizinische Indikation. Nein. Brauch ich nicht.
    BG Sunny

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    1. Stimmt, ich erinnere mich an das Outfit, zu dem ich dich inspiriert hatte.
      Ich bin auch froh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist. Das war nicht meine erste Narkose - leider - aber vielleicht ja meine letzte :) Ich könnte auf jeden Fall auf weitere verzichten.
      Liebe Grüße

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  11. Hallo Andrea,

    wie gut, dass der Knoten gutartig und die OP erfolgreich war und alles so gut verheilt ist. Wie man sich freiwillig unters Messer legen kann für eine Brustvergrößerung kann ich auch nicht verstehen. Wenn es medizinisch notwendig ist, muss es sein, alles andere eher nicht. Vielleicht noch eine Verkleinerung oder Aufbau nach einer Krebserkrankung, aber das zähle ich auch zu den notwendigen Eingriffen.
    Wie schön, dass du alles überstanden hast.

    Liebe Grüße
    Barbara

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    1. Das sehe ich genau so wie du, Barbara. Wenn etwas rekonstruiert werden muss oder gesundheitliche Probleme macht, zähle ich das auch zu notwendig.
      Liebe Grüße

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