Suchbegriff, der zu meinem Ü40 Modeblog geführt hat: Nachmittagskleid


Wer liest meinen Modeblog?

Nahezu alle Blogger nutzen Statistiken. Sie verraten uns ein bisschen (oder auch mehr) über unsere Leser. Warum kommen Menschen zu einem Blog? Was interessiert den Leser? Auch ich sehe regelmäßig nach, welche Begriffe Nutzer hierher geführt haben. Viele Begriffe, wie Ü40 Modeblog, sind relativ selbsterklärend. Über den Begriff Jeans - vorwiegend Jeansjacke und Jeanshemd - sorgen dafür, dass Frauen (oder vielleicht auch Männer) hier auf meinem Blog lesen. Ein Begriff, der zuletzt erstmalig in dieser Übersicht auftauchte, war das Nachmittagskleid.


Das Nachmittagskleid

Interessiert habe ich nachgesehen, welches Bild die Suchende wohl im Netz gesehen hat und habe ein Foto mit meinem "Spätsommeroutfit - little black dress" Post gefunden. Natürlich wollte ich auch wisse, was ein Nachmittagskleid den nun ist. Denn mir war der Begriff bisher nicht geläufig. Natürlich hat mir auch hier die Suchmaschine den Weg geebnet. Der Begriff Nachmittagskleid stammt aus den 1950er Jahren und beschreibt ein ein Kleid, das zu festlichen Anlässen am Nachmittag getragen wurde. Beispielsweise einer Silberhochzeit oder einem Geburtstag. Ein festliches Kleid eben, das aber weder bodenlang noch zu festlich ist. Ich würde zu solchen Kleidern mein perfektes Kleid und mein Kleid mit goldfarbenen Elementen zählen. Beide Outfits eignen sich wunderbar für einen festlichen Anlass am Nachmittag.


Was wurde aus meinem Kleid mit den kleinen Blümchen?

Das Kleid, was die unbekannte Leserin auf meinen Ü40 Modeblog geführt hat, ist inzwischen auf die Reise gegangen. Zu einer neuen Trägerin. Wie ich euch zuletzt erzählt habe, hatte ich mich im Urlaub von Ballast im Kleiderschrank getrennt. Dazu gehörten einige Teile, die ich schon lange nicht mehr getragen hatte. Also habe ich es kurzerhand fotografiert und über eine Whats app schnell jemanden gefunden, die hoffentlich auch viel Freude mit dem Kleid haben wird. Im Gegenzug trage ich übrigens momentan ein Kleid, was besagter Dame gehört hat. Eine für mich sehr nachhaltige Form der Mode. 

Aber zurück zum Mode der 1950er Jahre

Natürlich hat mich auch interessiert, was ich rund um das Nachmittagskleid und die Mode der 1950er Jahre gelesen habe. Vorab sei erwähnt, dass die Taillen der Damen sehr schmal gezeichnet waren auf den Modebildern. Dem Zeitgeist und der Mode entsprechend aber leider auf völlig unnatürlich. Selbst mit Korsett dürfte das schwer zu erreichen sein. Und zudem nicht besonders bequem. Auf Fotos ist dann zu sehen, dass die Realität selbst bei Models anders ausgesehen hat. Bei den gemalten Bildern von Kleidern aus dieser Epoche war auch der Werbesatz eines Versandhauses zu lesen: "Wenn Männer sagen: "Eine hübsche Frau", dann meinen sie "gut gekleidet". Nun ja. Ich würde mal sagen, dass dies nicht unbedingt zutrifft. Aber vielleicht war das in Zeiten des Wirtschaftswunders mal anders. Da kann ich nicht mitreden, da gab mich noch nicht. Vielleicht sollte ich dazu mal meine Mutter befragen. Eventuell erinnert sie sich noch. Oder besser noch, meinen Vater.


Sind Mode und Gleichberechtigung Dinge die sich ausschließen?

Auf der Seite des Wirtschaftswundermuseums habe ich dann noch ein wenig mehr zum Thema Mode in dieser Zeit gelesen: Zum einen hatten die Menschen ein großes Nachholbedürfnis. Sehr verständlich nach so viel Elend und Entbehrungen. Vor allen Dingen die Mode bzw. die Ideen des Modeschöpfers Christian Dior waren das Maß aller Dinge. Und natürlich kaum erschwinglich. Aber in Anlehnung an diese Mode sind wohl viele Kleider in dieser Zeit entstanden. 
Natürlich gab es auch kritische Stimmen, die der neuen Mode nachsagen, sie degradiere Frauen zu hilflosen Geschöpfen in Stöckelschuhen. Ein Aspekt, der gerne auch heute hin und wieder mal heran gezogen wird. Als wären Frauen, die sich gerne schön und modisch kleiden, und sich gerne mit dem Thema Mode befassen, entweder oberflächlich, dämlich oder sonstwas. Für mich ist mein Modegeschmack eher etwas, was meine Gleichberechtigung unterstreicht. Denn ich trage, was mir gefällt. Und wie es mir gefällt. Das ist Selbstbestimmung. Denn ich will in erster Linie mir selbst gefallen und mich selbst wohl fühlen. Wenn es dann auch noch anderen gefällt, umso besser. Aber danach suche ich meine Kleidung nicht aus. Vielmehr geht es um den Ausdruck meiner eigenen Persönlichkeit, meiner Stimmung und meines Geschmacks. Und ich denke, dass es vielen Frauen im Wirtschaftswunder ähnlich ging. Sich schön fühlen wollen, ein Lebensgefühl zum Ausdruck bringen. 


In Anlehnung an ein Kleid der 1950er Jahre

Das einzige Kleid in meinem Fundus, dass einem Kleid der 1950er Jahre nahe kommt, ist mein Kleid in Mitternachtsblau. Mit dem kleinen Kragen und dem breiten Gürtel passt es zum Stil des Wirtschaftswunders. Den Gürtel habe ich durch Zufall in Spanien gefunden. Bisher hatte ich das Kleid mit dem dem Gürtel meiner Tochter (bis zu deren Umzug in eine andere Stadt) und einem schwarzem Ledergürtel kombiniert. Aber ganz optimal war das noch nicht. Dieser breite Gürtel aus Bast passt wunderbar und ist genau der, der mir die ganze Zeit vorgeschwebt hat. Was für ein Glück, dass meine Tochter im Sommer nach einer Jeansjacke geguckt hatte. In dem Laden, in dem sie ihre neue Jacke gefunden hatte, gab es auch den besagten Gürtel. Er passt farblich ausgesprochen gut zu meinen Pumps in hellem Beige, die ich schon zu manchem Sommer - Outfit kombiniert habe. 


Zaungäste beim Fotoshooting für den Blog - Post

Hier auf meinem Modeblog war ja bereits der eine oder andere Zaungast zu sehen und diese Katze war mindestens bei einem Fotoshooting schon dabei. Heute sorgt sie dafür, dass ihr einen Rund - Um - Blick auf meine Kleid bekommt. Denn bei Katzen, die so zutraulich sind, kann ich nur schwer widerstehen. Eigentlich gibt es immer ein paar Streicheleinheiten für die Fellnasen. 

Und jetzt bin ich gespannt: Kennt ihr den Begriff Nachmittagskleid?



Kommentare

  1. Dieser Kuschelkatze hätte ich auch nicht widerstehen können. Die sieht sehr schmusig aus.

    Den Begriff Nachmittagskleid kenne ich auch eher früheren Zeiten. Heute würde ich Tageskleid dazu sagen. Unabhängig vom Begriff finde ich Dein Kleid für solche Anlässe sehr schön. Der breite Gürtel gefällt mir dazu, der gibt ihm etwas frisch-sommerliches. Das Kleid finde ich an sich schön und Dich darin ebenso.

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    1. Danke, Ines.
      Ich finde den Begriff Nachmittagskleid eigentlich ganz nett aber nicht mehr so ganz passend für unsere Zeit. Zumal Kleiderordnungen inzwischen ja deutlich weniger „streng“ sind.
      Liebe Grüße

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  2. Das Kleid ist wunderbar für ein Nachmittagskleid. Ich kenne auch den Begriff Tea-Dress. Dieses Kleid steht Dir hervorragend Andrea. Gefällt mir gut mit dem hellen Gürtel. Süß Dein kleiner Stalker :))
    Liebe Grüße Tina

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    1. Tea - dress klingt auch toll.
      Danke für dein liebes Kompliment:)
      Grüße vom See

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  3. Der Gürtel ist wirklich schick und unterstreicht Deine hübsche Figur aufs vortreffstlichste.
    Ich habe trotz meiner 50 Jahre immer noch so einen krassen Unterschied zwischen Hüfte und Taille. Nicht mehr so schlimm, wie in meinen 20ern, aber immer noch deutlichst sichtbar. Außer bei Dirndeln betone ich das nicht sooo gern. Dafür habe ich zwischenzeitlich die Empiretaille für mich entdeckt. Bei Kleidern. Oben habe ich eher wenig, und meine schmalste Stelle dürfte tatsächslich die Unterbrustweite sein. Oben rum bin ich "schmal", "knochig" .... den Rest erledigt spielend die Länge. Und ich fühle mich wohl, das ist das Wichtigste.
    Btw. Das Kleid ist toll an Dir.
    BG Sunny

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    1. Es war weniger die Differenz zwischen Hüfte und Taille und viel mehr der Umfang der Taille überhaupt. So schmal ist keine Frau, die ich kenne. Die Bilder erinnerten mich an Barbie.
      Danke fürs Kompliment, luiene Sunny.

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  4. Liebe Andrea, auch wenn mir der Begriff durchaus bekannt war, hätte ich ihn nie so wunderbar erklären können! Dein "eingetauschtes" Nachmittagskleid ist perfekt - und der Gürtel, den Du in Spanien gefunden hast, das Tüpfelchen auf dem i dazu. Für mich zählt es als Frau, dass ich frei wähle, was ich wo tragen kann, denn auch hier ist für mich Selbstbestimmung das Entscheidende.
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Da hat sich in den letzten Jahren wirklich viel getan und strenge Kleiderregeln wurden aufgehoben.
      Sich chic machen finde ich nach wie vor wichtig für mich, weil ich es gerne mache. Ich muss aber nicht und das ist durchaus ein Vorteil.
      Liebe Grüße

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  5. Den Begriff Nachmittagskleid kannte ich noch nicht. Auch eher Tageskleid. Der Stil Deines Kleides ist wieder sehr modern. Ich finde den Schnitt klasse. Der Gürtel passt perfekt dazu.

    Dass sich die Frauen damals nach den schweren Zeiten besonders schick machen wollten kann ich gut nachvollziehen. Und heute ist das nicht anders. Vielleicht richten Frauen heute den Fokos mehr auf sich als anderen gefallen zu wollen. Mir geht es jedenfalls so.

    Liebe Grüße Sabine

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  6. Ein beeindruckender Beitrag und tolle Fotos! Heutzutage klingt das alles so "oldschool" aber ich finde die Beschreibungen auch immer ganz toll!
    Das Kleid steht dir mal wieder ausgezeichnet! Ein schöner Look! Der Gürtel macht dein Outfit zum Hingucker!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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  7. Den Begriff Nachmittagskleid hört man nur mehr sehr selten, dein Kleid entspricht meiner Vorstellung dazu allerdings perfekt. Es sieht elegant und doch auch lässig aus, es steht dir großartig!

    Viele liebe Grüße <3

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  8. Den Begriff habe ich vorher auch noch nie gehört. Wie beruhigend, dass Du es auch nicht wusstest. Dein Kleid sieht sehr chic aus. Auch den breiten Gürtel dazu finde ich sehr schön.
    LG
    Ari

    ARI SUNSHINE BLOG

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