Für ein Leben mit weniger Plastik


Werbung (Rezensionsexemplar und Affiliatelink)

Irgendwann vor einiger Zeit war ich es nach einem Einkauf einfach nur satt. Nachdem Obst und Gemüse ein Bad in der Essiglösung genossen, war mein Mülleimer für Plastikmüll wieder randvoll. Und ich genervt. Die Diskussion über Umweltverschmutzung und CO² Ausstoß tat ihr übriges. Eine Veränderung musste her. Auch wenn uns immer schön erzählt wird, dass der Inhalt des Gelben Sackes brav recycelt wird. Den erstens habe ich schon viel zu viele Berichte darüber gesehen, dass es gar nicht so einfach ist, alles mit einem grünen Punkt wieder in den Kreislauf zu bringen. Und zweitens habe ich zu oft erlebt, wie in ähnlichen Fällen die Wahrheit "zurecht gerückt" wird.

Also war ich selbst an der Reihe. Denn auch wenn ich nur ein "einzelner" Verbraucher bin, so kann ich doch etwas ändern. Auch wenn der Discounter vielleicht nicht merkt, dass ich mein Obst/ Gemüse jetzt an anderer Stelle kaufe. Aber diejenigen, die lieber auf Plastik verzichten, werden immer mehr. Und letztlich bin ich für mich ein Stück beruhigter, denn ich trage zunehmend dazu bei, dass weniger Plastik in den Umlauf kommt und Sachen weniger weit transportiert werden müssen.


Vor kurzem hatte ich hier auf meinem Blog bereits ein Buch zum Thema "plastikfrei leben" vorgestellt. Das hatte mir gut gefallen und ich wünschte mir noch ein paar weitere Informationen zu dem Thema. Deshalb habe ich mich gefreut, dass mir das Buch #einfachplastikfreileben von Charlotte Schüler als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.

Der erste Eindruck: Das Buch ist auf Apfelpapier gedruckt. D.h., dass Papier wird aus Apfelresten hergestellt. Das hat mir direkt gefallen. Ein guter Einstieg für ein Buch, dass dem Leser Schritt für Schritt in einen nachhaltigeren Alltag helfen soll.

Der Inhalt des Buchs ist gut strukturiert und das Layout sehr ansprechend. Der Ratgeber wirkt modern und spricht ganz gezielt Lesergruppen an, die sind wie du und ich. Auch das ist für mich ein großes Plus, denn je mehr Personen sich von einem nachhaltigeren Lebensstil angesprochen fühlen, um so besser.

Die Autorin zeigt im Buch einen 4 Punkte Plan auf, der dem Leser helfen kann, sich mit und mit von Plastik zu verabschieden. Ich gebe zu, ich habe mich nicht wirklich an diesen Plan gehalten. Aber das eine oder andere habe ich ganz gezielt übernommen. So habe ich beispielsweise alle nicht benutzten Produkte im Badezimmer in einen Karton gepackt. Der wartet jetzt darauf, mit und mit geleert zu werden. Nur das, was dort nicht vorhanden ist, wird nachgekauft. Und zwar, sofern möglich, in einer nachhaltigeren Alternative. Denn auch hier bietet das Buch einige Tipps und Anregungen: Wie kann ich Produkte durch ökologisch sinnvollere ersetzen? Wo gibt es Einkaufsmöglichkeiten, die es mir ermöglichen, weniger Müll zu verursachen? Wo ist Plastik versteckt, wo wir es vielleicht gar nicht erwarten.

Positiv angesprochen hat mich der Ton, in dem das Buch geschrieben ist. Es bietet Möglichkeiten aber die Autorin schreibt auch, dass die Menschen jetzt nicht alles, was sich an Utensilien aus Plastik im Haushalt befindet, in den Müll werfen sollen. Das finde ich einen guten Ansatz. Denn erstens wäre dann ein riesiger Müllberg hinter meinem Haus. Und zum anderen würde der Ersatz aller Artikel aus Plastik mein Budget bei weitem überschreiten. Also werde ich es langsam angehen lassen, nur das austauschen, was meine Gesundheit belastet und bei den anderen Dingen in Ruhe nach alternativen Möglichkeiten suchen und dann austauschen, wenn etwas kaputt geht.

Die Kapitel sind, wie bereits erwähnt, sehr übersichtlich struktuiert und die Autorin zeigt für verschiedene Bereich (Haushalt, Bad etc.) Möglichkeiten auf, wie wir es schaffen können, weniger Plastik in unserem Alltag zu haben und insgesamt nachhaltiger zu leben. Denn letztlich geht es nicht nur um den Ersatz von Verpackungen und Dingen aus Plastik sondern auch um die Frage, wie viele Dinge wir eigentlich besitzen müssen. Auch hier bietet Charlotte Schüler interessante Denkansätze und fordert im locker, freundlichen Ton die Leserin auf, auch hier das eigene Verhalten zu überdenken. 


Plastikfrei leben

Neben Tipps für alternative Einkaufsmöglichkeiten bietet das Buch auch Rezepte für selber gemachte Putz- und Spülmittel. Auch das Thema: Wie vermeide ich Müll, wenn ich unterwegs bin. Ein wichtiges Thema, denn wir sind heute mehr denn je außerhalb unserer eigenen vier Wände unterwegs. Und je nachhaltiger wir uns auf Reisen verhalten, umso besser.

Das Buch ist meiner Meinung nach vor allem für jene geeignet, die sich noch nicht ganz so viel mit dem Thema "Leben mit weniger Plastik" beschäftigt haben. Denn natürlich wir der sehr informierten Leserin vieles auffallen, was sie oder er bereits kennt. Was nicht schlimm ist, manches muss man einfach öfters hören. Der Ratgeber ist locker und freundlich geschrieben, so dass sich die Leserin nicht auf die Füße getreten fühlt, dass sie bisher noch nicht so viel gegen den Verpackungswahnsinn unternommen hat. Vielmehr versucht Frau Schüler, die Leserin vor Frust zu schützen, wenn sich alles weniger schnell umsetzen lässt, als wir das eigentlich möchten. Und dass mir manchmal bei Familie und Freunden auf taube Ohren stoßen können. Das finde ich besonder wichtig, denn wenn die Leserin frustriert ist, wirft sie vielleicht hin und kümmert sich dann doch weniger um ein nachhaltigeres Leben. Und das wäre sehr schade.

Von mir bekommt der Ratgeber #einfachplastikfreileben 5 von 5 Punkten. Ein kurzweilig geschriebenes Buch, dass uns hilft, unseren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Schön illustriert spricht die Autorin auch ein junges Publikum an, dass sich durchaus für Ästhetik und ein modernes Leben interessiert. Finde ich sehr gut, denn je früher wir beginnen, weniger Plastik in unser Leben zu lassen, umso weniger müssen wir dann später entsorgen. Der Text ist locker geschrieben und übersichtlich. Das Buch lässt sich auch gut quer lesen und einzelne Punkte können gut nachgeschlagen werden. Folglich ein Ratgeber, den wir immer mal wieder zur Hand nehmen können, wenn uns die Ideen ausgehen.


Einfach mal abschalten

Das letzte Wochenende hat mit seinem strahlenden Sonnenschein dazu eingeladen, Bücher im Freien zu lesen. Das mache ich bei entsprechenden Temperaturen vorzugsweise und auch am letzten Sonntag konnte man mich lesend im Sonnenschein sitzen sehen. Manchmal ziehe ich mich auch einfach mit einem Buch auf eine Parkbank bzw. Bank am Waldrand zurück. Ohne Handy, ohne Störung einfach mal eine Stunde lesen. Absoluter Luxus und einfach nur empfehlenswert. Keine App, die ablenkt, keine Nachricht, die Aufmerksamkeit verlangt.


Outfits immer wieder neu kombinieren

Mein heutiges Outfit ist aufgrund von Elastan in der Hose, Sonnenbrille und der Schuhsohle zwar nicht frei von Plastik. Aber schon ein bisschen nachhaltig. Denn die Hose begleitet mich ebenso wie die Schuhe schon länger. Und der Pullover aus reiner Schurwolle ist ein Fund aus dem Second Hand Laden. Ursprünglich sicherlich sehr teuer und neu aussehend hat mich der Pullover mit dem eingearbeiteten Gürtel sofort angesprochen. Auch die erste Wäsche hat er bestens überstanden.

Das ich meine Outfits immer wieder neu zusammenstelle und vielfältige Kombinationsmöglichkeiten aufzeige, gehört zu den Dingen, für die ich mit am meisten Zuspruch und Rückmeldungen hier auf meinem Modeblog bekomme. Viele meine Leserinnen schätzen es sehr, dass ich mit meinem Blog Anregungen gebe, wie wir aus vorhandenem mehr machen können. Das freut mich sehr. Denn ein nachhaltigerer Lebensstil und Freude an Mode müssen sich eben nicht ausschließen. Wir müssen uns nicht in Sack und Asche kleiden oder in Öko - Latschen um die Ecke kommen (wobei das ja auch schon modern war). Nein, wir können uns chic kleiden und trotzdem ein besonderes Augenmerk auf unsere Umwelt richten. 




In diesem Sinne wünsche ich euch einen tollen Tag und würde jetzt sehr gerne wissen, ob ihr bereits Bücher zum Thema "Leben ohne Plastik" gelesen habt.



Kommentare

  1. Wow, der Pullover ist toll. Ich stöbere für mein Leben gern in Second Hand-Läden. Da lassen sich echte Schätze finden.
    Und nein, ein Buch über plastikfreies Leben habe ich noch nicht gelesen. Ich habe meine Töchter, die sorgen schon dafür, dass hier möglichst wenig Plastik verwendet wird. Beim Obst- und Gemüsekauf gibt es übrigens eine ganz einfache Lösung: Man legt die Früchte einfach komplett ohne Verpackung aufs Kassenband, vorausgesetzt der Laden bietet sie ohne Verpackung an. Bisher hat noch keine Kassiererin gemeckert. Für alles, was es im normalen Supermarkt nur in Plastikverpackung gibt, fahre ich halt noch im Bio- oder im Hofladen vorbei. Fertig.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Wenn die Sachen ohne Plastik verkauft werden ist das alles kein Problem. Die Betonung liegt auf „wenn“. Am schwierigsten ist es momentan, Brokkoli ohne Plastik zu bekommen. Und manchmal muss ich zwischen Nylonsack und Bio auswählen. Schade eigentlich. Aber es tun sich immer neue Möglichkeiten auf, wo ich dann auch die Tomaten unverpackt bekomme, die wir gerne essen. Ist aber etwas mehr Aufwand, zumal ich möglichst keine zusätzlichen Strecken mit dem Auto zurücklegen möchte und Bioläden hier tatsächlich eine Mittagspause haben. Leider genau dann, wenn ich dran vorbei komme. Aber auch dafür gibt es Lösungen.

      Second Hand Läden liebe ich seit meiner Zeit in Köln. Da gab es ein paar ganz tolle und im Laufe der Jahre habe ich in solchen Läden wunderschöne Sachen gefunden.
      Liebe Grüße

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  2. Ein wichtiges Thema, da sind wir alle gefordert <3
    Dein Outfit sieht schön aus, bin verliebt in den Armreif. :)

    Liebe Grüße

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    1. Stimmt, das schaffen wir nur, wenn viele mitmachen. Aber das Bewusstsein dafür ändert sich gerade massiv. Gut so :)

      Liebe Grüße

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  3. Liebe Andrea, der Pulli ist eine Wucht und die Farbe der Hose finde ich toll.
    Ein Buch über plastikfreies Leben etc. habe ich noch nicht gelesen. Ich suche meine Alternativen für manche Dinge einfach gezielt im Netz. Da pflanze ich sogar noch Bäume damit :)
    Ich wünsche Dir eine schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Es freut mich, dass dir mein Outfit so gut gefällt.

      Im Internet gibt es auch ganz viele gute Tipps und ich habe schon eine Menge gelernt, wie ich den ganzen Plastikwahnsinn zumindest ein Stück weit umgehen kann. Und ich bin mir sicher, da geht noch mehr.
      Ich freue mich immer über alle, die sich da auch Gedanken machen und nicht einfach alles als Gott gegeben hinnehmen.
      Liebe Grüße

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  4. Liebe Andrea,
    ich wollte dieses Jahr vor Ostern fasten und dachte ich verzichte "einfach" mal auf Plastik. Denn auch mein Müll quillt ständig über mit dem Zeug. Leider ist es so, so schwer und ich habe es schon nach wenigen Tagen wieder aufgegeben. Aber wo immer ich kann verzichte ich gerne darauf.
    LG Natascha

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    1. Es ist schon der Wahnsinn, was alles so eingepackt ist. Zum Glück ist es mir gelungen, meinen Müllberg drastisch zu reduzieren und ich finde das toll. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr Ideen finde ich. Vielleicht mag du im nächsten Jahr noch einmal einen Versuch starten. Aus Erfahrung weiß ich, dass man sich dafür ein bisschen vorbereiten muss. Die Alternativen muss man im Vorfeld finden, dann funktioniert es besser.
      Liebe Grüße

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  5. Leider kann ich Dir diesbezüglich kein Buch empfehlen. Was aber daran liegt, dass ich kein Ratgeber Freund bin. Ich kann es nicht ausstehen, wenn man mir sagt, was ich zu tun, zu denken und zu sagen habe.... Da wird mir dann auch hin und wieder ein gutes Buch entgehen.
    Mich persönlich bringen Gespräche oder Beiträge wie der Deine einfach weiter.
    Ich nutze nach wie vor fast täglich die Replace Plastic App, und ich muss sagen, irgendwie habe ich den Eindruck dass es vielleicht schon was genutzt hat. Ich hatte einiges eingescannt, was bio aber bei Edeka bisher in Plastik war. Jetzt hat sich das geändert.
    Vielleicht hilft es ja tatsächlich. Ich hoffe es.
    BG Sunny

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    1. Ich verstehe Ratgeber immer eher als Denkanstoß und weniger als Vorgabe, wie ich etwas umzusetzen habe. Wahrscheinlich langweilen mich deshalb auch die Bestseller mit ihren konkreten Vorgaben. Die Denkanregungen finde ich durchaus spannend.
      Replace Plastic habe ich erst einmal genutzt, sollte ich wohl öfter machen, vielleicht führt das auch zum Erfolg. Insgesamt springen derzeit viele Supermärkte auf den Zug Nachhaltigkeit, wobei das Angebot an Verpackung aus Plastik immer noch zu hoch ist. Wenn man mal wirklich bewusst hinguckt.
      Liebe Grüße

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  6. Denkanregungen kann man immer gebrauchen. Vor allem, wenn es tatsächlich als "Ratgeber" dient und nicht mit dem Finger draufgezeigt wird. Ich informiere mich am liebsten im Netz oder über Gespräche. Man kann ja immer nur für sich selbst reden und das Notwendige tun. Vielleicht ist das Anregung für andere. Manche ignorieren das Thema (leider).

    Deinen Pulli finde ich klasse.

    Liebe Grüße Sabine

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  7. Ich mag solche Bücher sehr gerne lesen und sehe sie, wie du, als Anregung.
    Das von dir vorgestellte Buch gibt es in meiner Bücherei. Ich muss es aber vorbestellen,was ich tue. Ich lese z.Z. ganz viel zum Thema Nachhaltigkeit und Konsumverzicht.
    Übrigens sind sämtliche Bücher zum Thema Plastikmüll vermeiden in unserer Bücherei verliehen.
    Das ist doch Klasse und zeigt, dass sich viele Menschen mit dem Thema auseinander setzen.
    Liebe Grüße,
    Claudia

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  8. Hallo Andrea,

    ich versuche seit Jahren auf Plastik zu verzichten und beschäftige mich immer mal wieder mit dem Thema Nachhaltigkeit. Dein vorgestelltes Buch klingt vielversprechend und besonders der Druck auf Apfelpapier ist echt interessant.
    Was mich am meisten in der Vergangenheit geärgert hat, sind Coffeetogo-Becher und die Tatsache, das auf Wochenmärkten, wo ja das Gemüse und Obst häufig in hohen Bergen auf den Tischen liegt, es vorher aus Verpackungen herausgeschält wurde. Besonders bei Erdbeeren ist mir das aufgefallen. Um Plastik am besten zu entsorgen, hat sich herausgestellt, das die Verbrennung eine bessere Methode ist. Ehe es alles in Malaysia oder Indien im Meer landet. Das geht mir die Galle hoch!
    lg Barbara

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  9. Ein Buch über plastikfreies Leben habe ich noch nicht gelesen. Man kann wirklich so viele Dinge umsetzen, immer Schritt für Schritt! Einen Teil habe ich schon umgesetzt aber es gibt noch soooo viel zu tun! Danke für den Tipp!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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