Ein paar Tipps für mehr Nachhaltigkeit bei Kleidung



Die Anzahl der Aufrufe meines letzten Blogposts zum Thema Nachhaltigkeit und Modeblog zeigt, dass dieses Thema (momentan) sehr interessiert. Da ich es leider nicht geschafft habe, Eure Kommentare dazu zu beantworten und zu kommentieren, werde ich mich bei meinem heutigen Post euren Ansichten widmen. Außerdem gibt es noch ein paar Tipps von mir, wie ich versuche, das Thema Nachhaltigkeit und Mode zu verbinden.

Sehr interessant und aufschlussreich waren die Gedanken von Maren hinsichtlich der Kleiderspenden für Afrika. Denn sie hat mich darauf hingewiesen, dass die dortige traditionelle Produktion von Kleidung durch den Verkauf von Altkleidern aus Europa zu Grunde geht. Ein Aspekt, mit dem ich mich in der Vergangenheit noch gar nicht auseinander gesetzt hatte und der mich nachdenklich gestimmt hat. Weshalb ich ein bisschen in die Richtung recherchiert habe und mich in Zukunft wohl noch öfters für die Restmülltonne anstatt für den Altkleidercontainer entscheiden werde. 

Nachdenklich hat mich ein Satz von Tina gemacht: "In meinem Offline - Umfeld bin ich die Einzige, die sich ständig Gedanken um Umwelt und Nachhaltigkeit macht.". Und ich fürchte, da hat Tina nicht unrecht. Nicht nur auf ihr eigenes Umfeld bezogen. Denn es sind ja nicht nur Instagram - Influencer und Modeblogger, die mehr Kleidung kaufen, als sie benötigen. Denn dann hätten wir (wahrscheinlich) gar kein Problem. Bleibt letztlich die Hoffnung, dass wir doch ein wenig eine Vorbildfunktion haben oder zum Nachdenken anregen. Damit wäre ich persönlich schon zufrieden und wenn ich mir die Seitenaufrufe so ansehe, wird mein Post zum Thema Modeblog und Nachhaltigkeit zumindest gelesen. Und ein bisschen bleibt ja auch immer hängen und im Gedächtnis :)

Ein wenig die Worte fehlten mir, als Ines davon berichtete, was ihr im Zusammenhang mit der Information zum Thema Nachhaltigkeit zuletzt in einem Online-Shop begegnet ist. Was da auf den ersten Blick suggeriert worden ist, geht einfach gar nicht. Wir sollten also wirklich sehr genau hingucken, wenn irgendwo in einem Shop das Wort Nachhaltigkeit zu finden ist. 
Ines hat in ihrem Rückblick zum Thema "Was ich in diesem Monat gelernt habe" auch etwas zur Qualität von einem nachhaltig produzierten Shirt geschrieben. So etwas finde ich sehr hilfreich, denn was hilft es, nachhaltig produzierte Dinge zu kaufen, die dann nach 6 Monaten reif für die Tonne sind? Erinnert mich an Pullover aus den 1990ern von einer italienischen Bekleidungsmarke. Da hatte ich auch immer Löcher drin. Sehr ärgerlich.

Miras gebe ich recht, es ist nicht möglich, dass Menschen keine Kleidung mehr kaufen. Und das sollen sie meiner Meinung nach auch nicht. Aber das Bewusstsein, was wir mit jedem überflüssig gekauften Teil auslösen, sollten wir uns vielleicht öfters mal bewusst machen. Das ist auch sicher kein Prozess, der kurzfristig etwas verändert und wir können dann auch nicht eben mal zurück zum ursprünglichen Verhalten. Denn das würde ja im gesamten nichts bewirken. Nein, da bin ich ganz bei Sunny: Das Konsumverhalten haben wir seit den 1980ern erlernt und das wird lange dauern, bis es wieder auf ein gesundes Maß zurückgeschrumpft werden kann. Damit einhergehen wird, sollte Fast Fashion wirklich zurückgehen, eine Verteuerung der Kleidung, da die Preise meiner Meinung nach nur über die Masse funktionieren. Wenn wir nur kurzfristig verzichten, wird das passieren, was Mira beschrieben hat: die Kleidung wird von A nach B verschickt, wodurch die Umwelt noch mehr belastet wird und letztlich vielleicht für wenig Geld an die Frau gebracht, weil die nächste Lieferung ja schon produziert ist.

Auch schwarze Schafe, wie von Christine erwähnt, gibt es sicherlich einige. Das geht in eine ähnliche Richtung wie die Anmerkung von Ines. Und zeigt, dass wir sehr genau hingucken sollten, wenn mit dem Synonym Nachhaltigkeit für ein Kleidungsstück geworben wird.

Sehr gefreut hat es mich, dass Claudia und Alexandra es sehr anregend finden, auf Modeblogs zu lesen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen und für die Second Hand Mode ebenso eine Alternative ist wie für mich.

Und letztlich hängt es, wie Claudia beschreibt, nicht nur von uns Verbrauchern ab, dass sich etwas ändert. Die gesamte Branche müsste sich dafür auch verändern. Wir müssen uns verdeutlichen, dass alles, was wir weg werfen oder produzieren, nicht nur Auswirkungen auf uns persönlich hat, weil wir eben alle auf einem Planeten leben und die Ressourcen miteinander teilen müssen. Und auch nachfolgende Generationen sollten wir nicht aus dem Blick verlieren, die wollen ja auch noch auf unserer schönen Welt leben.

Vielen lieben Dank für Eure aufschlussreichen und interessanten Kommentare. Ich finde es immer wieder toll, dass Ihr hier auf meinem Blog Eure Meinung und Eure Gedanken niederschreibt.


Bei meinen heute gezeigten Stylings bleibe ich beim Thema Nachhaltigkeit, auch wenn sämtliche Stücke mit ziemlich großer Sicherheit nicht nachhaltig produziert worden sind. Aber ich trage alles schon recht lange, was dann doch dafür sorgt, dass die Kleidungsstücke nachhaltig sind. Oder eben für einen langen Zeitraum bestimmt.

Da der Sommer hier am Bodensee in der letzten Woche angekommen ist, war es Zeit, meine Sommerkleider wieder aus dem Schrank zu holen. Den Auftakt hat montags mein Boho - Kleid gemacht, dass ich sonst eher im Herbst trage. Es begleitete mich zum Bodensee und wer Instagram benutzt, kann es dort auf meinem Account sehen.

Mein Kleid mit Polka - Dots begleite mich freitags zum Spaziergang am See. Allerdings nicht, wie hier gezeigt, mit Sneakern und Jeansjacke sondern mit Sandalen und ohne Jacke. Das reichte wider erwarten aus, um am Seeufer einige Zeit zu verbringen. Das Wetter war nämlich deutlich besser als angekündigt, weshalb ich nach dem Fotoshooting schnell noch die Schuhe gewechselt habe :)

Kleid, Jacke und Schuhe begleiten mich, wie bereits erwähnt, schon einige Jahre. Alles ist zeitlos und übersteht sämtliche Modeströmungen problemlos. Bereits im letzten Jahr hatte ich meinen Sommerkleidern bereits den Post: "Modern ist, was schon vorhanden ist" gewidmet. Daran hat sich bisher auch nicht viel geändert und so werde ich meine "alten" Kleider weiterhin fröhlich "auftragen". Die Jeansjacke ist in den letzten 2 Jahren, als wir übergangslos vom Winter in den Sommer übergegangen sind, eher geschont worden. Denn sie war entweder zu kühl oder zu warm. Jetzt haben wir wieder kühle Tage im Sommer und dafür ist sie ein perfekter Begleiter.


Zu einem so sportlichen Outfit mit Kleid passen meiner Meinung nach Sneaker aus Stoff wunderbar. Zumindest, wenn es nicht ganz so warm ist :) Sie geben dem gesamten Outfit eine lässige Note und eignen sich wunderbar, um auf Kieseln, wie sie hier am See auch oft anzutreffen sind, herumzulaufen. 

Da mein Kleid keine Taschen hat, musst natürlich auch eine Handtasche mit zum Spaziergang. Handy,  Geldbeutel, Taschentücher, Schlüssel und Maske wollen schließlich auch irgendwo verstaut werden. Begleiten durfte mich meine rote Crossbody - Tasche aus Leder. Für mich ist diese Art der Handtasche bestens geeignet für längere Spaziergänge, wo ich nicht permanent eine Tasche in der Hand haben möchte. 



Neben dem Sommerkleid möchte ich Euch heute noch ein anderes Outfit zeigen, dass für mich die Kriterien von Nachhaltigkeit erfüllt: Meine Jeans in dunklem rot - lila zur hellrosa Bluse. Die rötliche Hose war hier auf meinem Modeblog schon öfters zu sehen. Leider habe ich sie zuletzt eher selten getragen, da sie ohne Gürtel nicht mehr richtig passte. Da ich aber die Kombination aus Oberteil über Hose und Gürtel so gar nicht mag, habe ich mich auf im Internet auf einer Lösung für den zu weiten Hosenbund gemacht. 


Zum Glück hilft das Internet ja in vielen Fällen weiter und umgehend hatte ich meine Lösungsmöglichkeit, um den Hosenbund für mich passend zu machen. Jetzt ist an der Rückseite ein Gummiband eingenäht, so dass die Hose wieder so an der Taille sitzt, wie sie es soll, wenn ich sie ohne Gürtel mit einem Oberteil über der Hose trage. Und sonst verdeckt ein Gürtel das eingearbeitete Gummiband, was für mich eine optimale Lösung ist. Denn ansonsten hätte ich diese gern getragene Hose wahrscheinlich entsorgt.


Die Änderung ging schnell vonstatten, da lediglich der untere innere Teil des Hosenbunds aufgetrennt werden musste. 


Das breite Gummiband wurde nach dem Einziehen an beiden Seiten kurz vernäht und die Naht wieder geschlossen. 


Und jetzt freue ich mich, dass meine Hose mich weiterhin begleiten kann. Wäre doch auch zu schade gewesen, sie entsorgen zu müssen.


Denn sie ist so eine gute Begleitung für meine schlichte Bluse, die mich schon so viele Jahre begleitet. 


Für die Änderungen meiner Hose konnte ich übrigens auch auf "Altbestände" hier im Haushalt zurückgreifen. Dieser Nähkasten ist ein Erbstück und das Alter davon nur zu schätzen. Aber gerade bei so kleineren Reparaturen finde ich hier immer das richtige Zubehör. Und beim Öffnen zaubert es mir immer ein Lächeln auf das Gesicht, wenn ich die Wäscheetiketten mit den Initialen sehe. Die hätten prima für meine älteste Tochter gepasst, wenn wir den so etwas heute noch verwenden würden. 

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Tag und bin gespannt auf Eure Kommentare.


 

Schön, dass Ihr hier gelesen habt

Eure Andrea

Kommentare

  1. Liebe Andrea, was für ein genialer Beitrag! Ich finde es sehr gut, dass du die Gedanken der Anderer mit einbeziehst. Es ist auch ein Thema, wo man ohne Ende schreiben kann. Obwohl die meisten von uns über Mode berichten und Inspirieren wollen, kann man im Laufe der Zeit beobachten, dass wir immer wieder Kleidung zeigen, die schon gezeigt worden ist. Wir zeigen, dass man nicht immer was Neues tragen muss, wir motivieren die Kleidung zu kombinieren, die man schon hat. Es liegt eigentlich an uns, den Lesern zu zeigen, wie wertvoll die Kleidung ist, die man schon hat. Ich wünsche dir einen wunderbaren Sonntag und sende liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  2. Oh ja das wäre schade gewesen um die Hose! Die Farbe ist toll. Ich nähe gern mal einfach einen Abnäher rein, damit es besser passt. Die Idee mit dem Gummi ist super. Sieht toll aus mir der Bluse. Ach das rote Kleid ist ein zeitloser Hingucker.
    Liebe Grüße Tina

    AntwortenLöschen
  3. Gute Lösung für Deine Hose. Im meinem Nähkasten befinden sich auch Erbstücke. Ich bin immer erstaunt, wie haltbar diese Utensilien sind..

    Schöne Idee, Deinen letzten Beitrag so fortzuführen mit Bezügen auf die Kommentare. An das Shirt habe ich heute beim Anziehen gerade wieder gedacht, als ich sein blaues Gegenstück angezogen habe. Ich habe das Modell dreifach, mal sehen, wie lange die drei noch überleben. Das Tragegefühl ist toll, aber sie werden deutlich kürzer beim Waschen (egal bei meiner Körperlänge) und verblassen (blöd, für unter einem Blazer schon zu sehr hinüber). Aber die Hauptsache ist, dass sie bitte lochfrei bleiben.

    AntwortenLöschen
  4. Ja, ich schließe mich Mira an. Ich finde es gut, dass Du unsere Kommentare hier in Deinem Beitrag wieder aufgenommen hast.
    Hin und wieder packe ich Kleidung ,die im Familienkreis nicht weitergeben werden kann und nicht bleiben soll, in eine Kiste und schicke die an die Deutsche Kleiderspende. Vielleicht ist es auch eine Option für Dich? https://www.kleiderstiftung.de/hier-helfen-ihre-spenden/
    BG Sunny

    AntwortenLöschen
  5. Das ist eine tolle Idee, die Beiträge anderer mit einfließen zu lassen. Aber ich schließ mich meinen Vorgängerinnen an: es ist ein großes Thema, über das man endlos schreiben bzw. reden könnte! Dinge aufzutragen bzw. ggfls. zu reparieren wie Du es machst, ist sicher am nachhaltigsten. Grauenvoll, diese "Fast Fashion" a la Primark, die nur für eine oder zwei Saisons gekauft und dann weggegeben wurde. Wobei es vermutlich nachhaltiger ist, ein H&M-Teil ewig zu tragen (habe da z.B. eine Bluse die hab ich schon ewig, unkaputtbar!) als ein "faires" Teil nach kurzer Zeit zu entsorgen...
    alles eben nicht so einfach :-)
    Liebe Grüße, Maren
    P.S. sehr süßes Pünktchenkleid!

    AntwortenLöschen
  6. Toll, wie Du die Hose gerettet hast. Es wäre doch sehr schade gewesen, wenn Du sie nicht mehr tragen kannst.

    Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich wachse aus den Sachen heraus. Das heißt für mich, ein bisschen abspecken.

    Gestern habe ich auch eine Hose umgearbeitet, die mir zu klein war. Jetzt passt sie wieder. Werde ich auf alle Fälle noch zeigen.

    Liebe Grüße Sabine

    AntwortenLöschen
  7. Was für eine tolle Idee - Kommentare zu Kommentaren! Und Respekt für die Zeit, die du dir dafür genommen hast, danke für meinen Teil!
    Klasse, dass du die Hose retten könntest! Die sieht echt klasse aus. Die Bluse dazu – perfekt! Und mir gefällt das Kleid total gut! So schön sommerlich!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Datenschutz:
Dieser Blog ist mit Blogspot, einem Produkt von Google, erstellt und wird von Google gehostet. Es gelten die Datenschutzerklärung & Nutzungsbedingungen für Produkte von Google.
Mit der Nutzung dieses Kommentarfeldes erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.
Kommentare, die Werbung in Form von Links enthalten, veröffentliche ich nicht.

Datenschutz

Dieser Blog ist mit Blogspot, einem Produkt von Google, erstellt und wird von Google gehostet. Es gelten die Datenschutzerklärung & Nutzungsbedingungen für Produkte von Google. Kommentare, die Werbung in Form von Links enthalten, veröffentliche ich nicht.